13.08.07, 19:05:59
reichswolf
Hallo zusammen,
heute hatte ich in der Post eine kleine Aufmerksamkeit eines Sammlerfreundes, eine PK mit einer Mi.-Nr 945 (All. Bes.) und entwertet mit einem Aachener Stempel. Leider ist aber die Marke von der Karte abgefallen. Was macht ihr in einem solchen Fall? Uhu hab ich zwar hier, bin aber unsicher, ob der das Papier schädigen könnte, da ja in der Nachkriegszeit evtl. auch mal weniger hochwertiges Papier zum Einsatz gekommen sein könnte. Bin ich übervorsichtig? Ich würde mich über Tips sehr freuen.
Grüße,
Christoph
13.08.07, 19:41:47
mur
@reichswolf: Falz Du Falze hast, kannst Du damit am wenigsten verkehrt machen. Es reicht auch ein halber (langgetrennter) vom handelsüblichen Format.:)
Mit Sammlergruß mur
13.08.07, 19:41:55
marcus82
hallo reichswolf,
entweder ganz einfach mit falz replatzieren und in eine briefhülle stecken oder in der apotheke gummiarabicum kaufen, damit hatte ich selbst nach längerer zeit noch nie probleme.
gruß
marcus
13.08.07, 19:49:03
reichswolf
Danke euch beiden. Falze habe ich keine hier, aber eine Apotheke um die Ecke. Da schau ich dann morgen mal vorbei... :)
13.08.07, 21:51:59
hibiscus
geändert von: hibiscus - 13.08.07, 22:11:26
So'n Quatsch. Pritt-Papierkleber, der rote, der wie ein Lippenstift aufgeht, funktioniert bestens. Kann man jederzeit ohne Rückstände wieder abwaschen. Damit habe ich schon jede Menge geklebt. Absolut kein Problem. Gibt's in jeder Papierhandlung für 2 Euro.
Mit dem Stift von Uhu habe ich auch schon gearbeitet. Überhaupt keine Probleme.
mfg
hibiscus
13.08.07, 22:26:51
mur
@hibiscus: Ja,ja... Das BDPh-Forum hat bei uns allen im Kopf eine Schere installiert. Sage einfach "Klebestic" und jeder weiß was gemeint ist. :)
Aber zur Sache: Bei Benutzung des Klebestic ist die Gefahr groß, daß Klebstoff in die halben Zahnlöcher gerät. Selbst wenn ich den dann mit einem weichen Tuch wegwische, weiß ich immer noch nicht, wie die Ränder der Marken (Randbräunung ?) in fünfzig Jahren aussehen. Daher mein Vorschlag mit den Falzen. Ein Prüfer, der eine Marke abwäscht, replaziert diese mit einem Falz. Hat er sie nur an einer Seite hochgehoben, läßt er sie unangeklebt. Das ist mein Wissensstand. Was zwingt mich, es anders zu machen als die Prüfer?
Mit Sammlergruß mur
15.08.07, 13:11:21
Juergen Kraft
Hallo,
die Befestigung mit einem sauberen, kleinen
Falz ist ein guter Weg. Von Klebestiften würde ich abraten. Viele haben chemische Zusätze die nicht nur die Marken zum Leuchten bringen (seht euch den Klebestift unter der UV-Lampe an), sondern unkalkulierbare Auswirkungen haben.
Ein zweiter, guter Weg, wurde schon genannt. Das wäre
Gummi arabicum. Der entspricht im Prinzip dem, was meist als Originalgummi aufgetragen wurde.
Auf jeden Fall sollte man erst an gleich dicken (wie die Briefmarke) Papierstückchen üben.
Problem 1:
Wenn eine Briefmarke eingekleistert ist, rollt sie sich sehr schnell auf Zigarettenformat.
Problem 2:
Ist die Marke auf der Unterlage und soll noch gerade gerichtet werden, klebt sie bereits zu fest.
Die Befestigung mit Falz, erfordert sehr viel weniger handwerkliches Geschick. Das kann Jeder.
Die Befestigung mit Gummi arabicum ist sehr schwierig und meist sitzt die Marke nicht an der vorgesehen Stelle. Die Gefahr einer Beschädigung ist groß.
Zur Schere im Kopf: hier können wir ruhig Uhu, Pelikanol und Patex sagen, aber bitte diese Kleber nicht an Briefmarken streichen :)