06.01.08, 20:21:29
Johannes
geändert von: Johannes - 07.01.08, 16:21:03
Hallo Sammlerfreunde,
immer mal wieder stoße ich auf den Begriff
"Nadelstich".
Kennt jemand dazu eine Definition/Erläuterung
in der Fachliteratur?
Ein Beispiel aus einem Auktionskatalog füge ich
nächstens bei.
Es grüßt Johannes
06.01.08, 23:41:47
whabner
Hallo Johannes
Im 19 JH hatten viele Leute, auch Postangestellte, die Macke, momentan nicht benötigte Briefmarken einfach mit einer Stecknadel an die Wand, oder wohin auch immer, zu pinnen. Ich denke mal, dass es sich um solche Nadellöcher handelt.
07.01.08, 00:38:27
Juergen Kraft
Hallo,
whabner erklärt fast die Ursache. Die bösen Buben waren aber die ersten Briefmarkenhändler, bzw. Ladengeschäfte die Briefmarken verkauften. Die pinnten die Ware einfach mit einer Stecknadel an die Wand. Ich habe irgendwo ein Bild davon. Ein schöner Rahmen um wohl eine Korkplatte, war zum Beispiel die Präsentation der Briefmarken.
Ein paar Worte habe ich ins
Lexikon geschrieben.
07.01.08, 13:31:11
Johannes
geändert von: Johannes - 15.01.08, 10:45:34
Hallo, vielen Dank für die Antworten. Aber die haben mich überrascht, denn davon hatte ich bisher noch nichts gehört, und ich erwartete nur einen Literaturhinweis auf "mein" Wissen zu Nadelstichen. Aber interessant !
Ich bin überzeugt, dass es zumindest noch eine mögliche Ursache für "Nadelstiche" gibt: Vor Jahren bekam ich ein Briefstück mit zwei Marken mit angekündigtem Nadelstich je Marke (AD Sachsen MiNrn.4 und 7 voll-/breitrandig mit je einer Trennlinie, äußerst sauber). Mir fielen kleine Verdickungen über den Marken auf und ich "sezierte"... Das Ergebnis und Recherche: Zwischen Marken und Briefpapier hatten sich gelbliche,gläsern-durchsichtige Körnchen "verkrümelt". Sie konnten nur aus der damals üblichen Streusandbüchse mit Quarzsand stammen, womit ja zu dieser Markenzeit die Tinte getrochnet wurde. Und in den vergangenen über hundert Jahren haben die winzigen scharfkantigen Quarzkristalle, von Sammlerhänden beim Betrachten und Sortieren unbeabsichtigt und wohl unbemerkt gedrückt und gerieben, die Papiere (Marken und Briefpapier !) durchstoßen, kleine Löcher gestochen, heute als "Nadelstiche" durch Marken und Briefpapier sichtbar.