Wie wurde ein solcher Brief 1945 befördert?

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06.04.08, 21:07:24

rklinger

Guten Abend! Aus reiner Neugier: Wer kann mir sagen, wie ein solcher Brief am 13.3.45 von einem Ort auf (noch) deutsch besetztem Gebiet (Werdohl) in ein amerikanisch besetztes Gebiet (Oberlahnstein) befördert wurde?
Hier in Mondorf am Rhein haben die linksrheinischen Amerikaner gerufen, dass zwei Stunden nicht geschossen würde, damit die rechtsrheinische Bevölkerung an den Brunnen Wasser holen konnte.
Ging das mit der Post ähnlich? Wer hat die denn wie übergeben? Das internationale RK oder wer? Sorry, aber ich habe von dt. Postgeschichte keine Ahnung.
Gruß, Roland Klinger
06.04.08, 22:45:54

Lars Boettger

Hallo Roland,

erste Idee: Das ist ein Überroller. D.h. er stammt aus Post, die von den Allierten vorgefunden wurde, deshalb der Zensurstempel und der Zensurstreifen. Ist kein Ankunftsstempel abgeschlagen?

Beste Sammlergrüsse!

Lars
07.04.08, 17:35:14

rklinger

Bingo - Lars,
danke für die Antwort.
Ich war zwar selber dort in dem Haus mit der Adresse zu dem Zeitpunkt, wusste es aber nicht mehr, da ich erst 1,5 Jahre alt war <g>.
Das Internet gab her: "Ehe amerikanische Truppen am 27. März 1945 Nieder- und Oberlahnstein einnahmen, wurden noch alle vier Lahnbrücken, die die beiden Städte verbunden hatten, von den sich zurückziehenden deutschen Truppen gesprengt." usw.
Das kann also gut hinkommen, denn es dürften damals einige Tage vergangen sein um die Post von Werdohl (13.3.) nach Oberlahnstein zu bringen.
Besten Dank & Adieu, Roland
07.04.08, 17:37:17

rklinger

Sorry, Lars, zweiter Teil Deines Beitrages: Nein, kein Ankunftsstempel.
Gruß, Roland
 
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