MiF DR/Memel

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22.07.08, 18:43:44

pesch

Hallo und guten Abend,
ich habe diese Frage schon einmal in einem anderen Forum - allerdings ohne Erfolg - gestellt. Also auf ein Neues.

Diese Drucksache ist am 14.1.1923 von Pößneck nach Memel gelaufen. Die Karte wurde dann am 20.1.1923 zusätzlich mit 25 Memel-Mark frankiert und in die Schweiz geschickt.
Korrekt wäre ein Porto von 30 Mark gewesen - wurden die ersten 5 Mark mit berücksichtigt, weil die Drucksache nachgesendet wurde? und wenn ja, war das eine übliche Praxis? Wie ist ein solcher Beleg zu bewerten. Vielen Dank. Peter
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22.07.08, 19:18:03

Juergen Kraft

geändert von: Juergen Kraft - 22.07.08, 19:21:48

Hallo,

am 15. 1. 23 war eine Gebührenerhöhung, von 15 Mark auf 30 Mark. Memel war postalisch zu dem Datum Reichsgebiet. Am 14. 1. 1923 abgeschickt war das Porto für die Drucksachenkarte nach Memel 5 Mark. Offensichtlich wurden die verklebten 5 Mark angerechnet. Leider kann ich auch keine Verordnung dafür nennen. Wäre die Karte am 14. 1. gleich in die Schweiz aufgegeben worden, wäre das Porto nur 15 Mark gewesen. Das gilt aber sicher nicht.

Aus Schweizer Sicht mussten 30 Mark verklebt sein. Das war der Fall, also keine Nachtaxe. Aus deutscher Sicht wurde einmal gratis befördert. Wenn jemand umzieht und es wird innerhalb Deutschlands nachgesandt, kostet das ja auch nichts. Ist das heute noch so?
22.07.08, 21:32:43

Schnulli

@Jürgen Kraft
Nach meiner Kenntnis ist der Nachsendeantrag bei der Deutschen Post nicht mehr kostenfrei, sondern kostet 15 EUR.
22.07.08, 21:57:24

Juergen Kraft

Hallo Schnulli,

ich dachte eher daran, jemand schreibt an eine alte Anschrift, ein anderer schreibt die neue Anschrift drauf und wirft es wieder in den Briefkasten. Das ging früher. Heute kostet natürlich alles. Früher war auch der Nachsendeantrag gratis. Wird heute in Deutschland Nachgebühr erhoben auf den Brief aus dem Kasten (wegen Umzug oder auch wegen falscher Anschrift)?
22.07.08, 22:03:32

Schnulli

@Jürgen Kraft

Bei dem vorgestellten Beispiel ist wohl auch heute noch kein Nachporto zu erwarten. Eine Garantie kann ich dafür jedoch nicht abgeben.
23.07.08, 11:20:12

Lars Boettger

Hallo Peter,

Du musst die Fragen in den RICHTIGEN Foren stellen :)

Ich habe einen ähnlichen Beleg aus Luxemburg von 1916/17. Mit 15 Pfg. als einfacher Brief frankiert, 7 Centimes wurden ergänzt für die Weiterleitung in die Schweiz. Das entsprach den 25 Centimes für das UPU-Ausland. Eine Nachgebühr wurde nicht erhoben, die Luxemburger Post akzeptierte das.

Leider habe ich dazu keine Postvorschrift. Solche Belege sind m.E. sehr selten, üblich war die Auffrankierung der kompletten Gebühr. Gratulation zu diesem Ausnahmestück!

Beste Sammlergrüsse!

Lars
26.07.08, 13:31:20

pesch

Hallo und guten Tag,

dass ich jetzt im richtigen Forum bin, beweisen die Antworten,die ich auf meine Anfrage erhalten habe - dafür vielen Dank.
Was bestimmt den Wert meines Beleges - die originäre
DR-Frankatur oder die spätere Memel-Frankatur - ?
Gruss
Peter
26.07.08, 17:19:55

Juergen Kraft

Hallo Pech,

der Wert wird durch den gesamten Beleg bestimmt. Als Hinweis, ich würde dir 60,- Euro bezahlen. Das ist wohl mehr als Michel in der teuersten Variante.
27.07.08, 18:23:09

pesch

@ Hallo Juergen,

ich hege z.Z.keine Verkaufsabsichten, bin aber dennoch dankbar für dein "'Angebot" wie auch deine Infos. Jetzt habe ich wenigstens mal eine Vorstellung wie mein Beleg einzuordnen ist. Vielen Dank
Gruss
Peter
31.07.08, 09:45:15

Lars Boettger

@pesch:

Ich kenne jetzt drei Belege dieser Art. Weltweit. Sauselten, d.h. unter 100 Euro würde ich mich nicht davon trennen (sorry Jürgen).

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
 
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