Da nicht jede Bayern Nr. 13 auf den ersten Blick zu identifizieren ist, nachfolgend noch zwei weitere Beispiele. Es gibt Handbücher in denen wird die Schriftstärke als Erkennungszeichen genannt. Das geht bei besonders typischen 13b mit feinen Buchstaben gut. Es gibt aber auch 13b deren Schriftstärke exakt wie bei der "a" Marke aussieht. Betrachten wir die Detailscans aus dem Bereich rechts von der "8". Der Unterschied von "a" und "b" ist wirklich die Farbe. Jedoch nicht im Sinn von rot, grün, blau, sondern im Sinn von Druckfarbe. Die beiden Druckfarben bestanden nicht nur aus etwas unterschiedlich gemischten Pigmenten. Der Hauptunterschied besteht im Trägermaterial, also einer öligen Substanz, auch Lösungsmittel oder ähnlich genannt und natürlich auch in den Pigmenten selbst. Bei der "a" Farbe ähnelt die Farboberfläche der von Plaka-Farbe. An farbfreien Stellen schimmert nur das Papier selbst durch. Die Farbe war sehr gut durchmischt und eher homogen. Farbfreie Stellen sind wirklich farbfrei, die Pigmente liegen undurchsichtig nebeneinander.
Ganz anders die "b" Farbe. Bei bedruckten Stellen schimmert immer erst einmal das angetrocknete Trägermaterial leicht beige oder orange durch. Darauf schwimmen die Pigmente. Die hängen zusammen wie ein Spinnennetz. Stellenweise bilden sich so regelrechte Muster. Ovale pigmentfreie Stellen, wechseln sich ab mit stäbchenförmig verklumpten Pigmenten. Am 600 DPI Scan ist das nicht sofort zu sehen. Die Detailscans sind original 2400 DPI.
Bayern 13a und 13b
Details daraus:
Noch ein Hinweis zur Signierpraxis der BPP Prüfer.
Bei der Bayern Nr. 13, die ja auch in der "a" Farbe eine gute Marke ist und auch einen falschen Stempel haben
könnte, wird die "a" Farbe einmal, die "b" Farbe doppelt signiert. Die Signatur ist waagrecht und bei gestempelten Marken am rechten Rand endend
und bei ungebrauchten Marken am linken Rand beginnend. Völlig einwandfreie Marken sind ganz unten signiert. Nicht vollrandige Marken werden bereits etwas erhöht signiert.
Die Prüfer Frau Brettl und Herr Stegmüller schreiben unten mittig mit Bleistift die Katalognummer auf die Marke. Siehe Muster:
Wenn man einen immer gültigen Satz zu 13a und 13b formulieren will dann: Bei der 13a ist die Druckfarbe deckend, bei der 13b nicht.
| Powered by: phpMyForum 4.1.4 © Christoph Roeder |