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stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 17.11.19, 09:56:38

Hallo,

wie jeder an dem vorstehendem Bild erkennen kann, ist die MiNr. 20 nach drei Farben einteilbar. Der dunkle und von den anderen beiden Farben klar abweichende Farbton, ist vermutlich die neue c-Farbe.

Das folgt der üblichen Systematik, von Farbkatalogisierungen im Michel-Katalog. Man picke einen besonderen Farbton heraus und alles andere werfe man in einen sogen. Farbtopf.

Aus dieser Handhabung ergibt sich dann bei Sammlern regelmäßig der Gedanke, wenn man verschiedene Farben einer Marke vor sich hat, man habe die gesonderte, vermeintlich seltene Farbnuance. Klarer wäre, nach drei Sorten zu katalogisieren. Alles andere ist Sammlerveräppelung und dient nur dem Zuwachs von Prüfeinnahmen.

Selbstverständlich werden jetzt viele der bereits auf Echtheit geprüften Marken abermals zur Prüfung gesendet, weil man glaubt, man habe die gesuchte Farbtönung.

Anzumerken ist noch, dass den Plattenfehlern IVa und X der Markwerte bis heute noch kein Bogenfeld im Michel zugeordnet ist. Bei der oben gezeigten, als X befundeten Marke, handelt es sich nicht um den Plattenfehler X, die zwei Brüche liegen an verkehrter Stelle. Wer nicht weiß, woher ein Plattenfehler kommt, sollte lieber keine Katalogisieren und auch nicht prüfen. Es scheint ganz offensichtlich zu sein, dass es kein entsprechendes Bogenmaterial gibt, um die Druckplatte und auch die Druckfarbe nachvollziehen zu können.

Im Michel 2019 wird weiterhin pauschal angegeben, dass ein Teil der MiNr. 20 aus Neuauflagen stammt, jedoch wird bei den zwei katalogisierten Farben nicht angegeben, welche nun aus Altbeständen und welche aus Neuaflagen stammt. Wer nicht weiß, woher eine Farbe kommt, kann keine Farben katalogisieren und prüfen, wenn man noch nicht einmal die Druckplatte ausführlich kennt.

Das ist im Moment Hokospokus und keine seriöse Katalogisierung.

Beste Grüße
Markus
17.11.19, 09:53:12

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 17.11.19, 13:34:11

Hallo,

vom Aufdruck-Plattenfehler VII ist das Bogenfeld bekannt, Feld 45. Dieser Plattenfehler taucht auch bei den Markwerten des Rotaufdrucks auf, IVa und X nicht.

Ist eigentlich bekannt, ob es sich bei der Aufdruckplatte um Typensatz oder um eine mittels galvanischen Verfahren erstellte handelt?

Weiß jemand genaues?

Beste Grüße
Markus
17.11.19, 13:32:22

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

es handelt sich um Typensatz.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
17.11.19, 14:03:55

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 17.11.19, 14:25:31

Hallo Jürgen,

vielen Dank.

Das dachte ich mir mittlerweilen schon, weil sonst müßte es mindestens einen Urstempel geben und die Bogenfelder sind für nur einen Urstempel zu unterschiedlich und mehrere Urstempel machen bei der Anzahl von Feldern nicht wirklich sinn.

Typensatz bedeutet aber, dass es auch innerhalb dem Druck zum Austausch von einzelnen Typen gekommen sein kann und wahrscheinlich auch ist, sonst würde es die Plattenfehler IVa und X auch in der Platte zum Rotaufdruck geben.

In der Regel wird irgendwann die Platte total abgeräumt. Wenn sich später jemand die Typen unter den Nagel gerissen hat, dann sind natürlich beste Aufdruckfälschungen möglich. Solche fallen dann durch verkehrte Kombinationen bzw. falsches Setzen der einzelnen Typen und durch abweichende Druckfarbe auf.

Einerseits kann es vor dem Rotaufdruck zu weiteren Plattenfehlern der Schwarzaufdruckplatte gekommen sein und andererseits auch bei einer falschen Aufdruckplatte.

Die von Dir gezeigte und als Aufdruckfälschung deklarierte Marke, sieht richtig gefährlich aus und könnte aus so einer falsch zusammengesetzten Druckplatte, bei der originale Typen verwendet wurden, stammen.

Beste Grüße
Markus
17.11.19, 14:23:24

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Jürgen,

wer Aufdruckfälschungen der Rotaufdrucke im Buchdruck erstellen kann, der kann dies natürlich auch mit schwarzer Aufdruckfarbe.

Die falschen, im Buchdruck hergestellten Rotaufdrucke, sind bereits klar über die UV-Reaktion der Aufdruckfarbe erkennbar. Bei vergleichbaren Fälschungen mit schwarzer Aufdruckfarbe, ist dies vielleicht noch nicht über eine abweichende UV-Reaktion erkennbar.

Die von Dir beschriebenen Merkmale von dem N in BERLIN, in Deiner Aufdruckfälschung, treffen augenscheinlich auch zumindestens auf einen Teil der falschen Rotaufdrucke zu. Kannst Du das verifizieren?

Beste Grüße
Markus
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17.11.19, 15:54:38

Klesammler

(Mitglied)

Hallo Markus,

woran erkennt man die die gezeigte Fälschung der 1 DM-Marke? Winkel und Lettern des Aufdrucks scheinen mir ok. Die Farbe allerdings könnte der Abbildung am Bildschirm nach etwas stärker in Richtung orange gehen. Ist es die UV-Reaktion?

beste Grüße

Dieter

PS: Es ist erstaunlich, daß selbst Händler mitunter nicht wissen, welche Ausrichtung die Aufdrucke auf den DM-Werten haben müssen. So passiert vor ein paar Jahren auf dem österlichen GT in Kevelaer.
17.11.19, 16:18:03

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 17.11.19, 16:26:08

Hallo Dieter,

sowohl an der UV-Reaktion des Aufdrucks und vor allem der Marke.

Es handelt sich bei der MiNr. 33 um eine Neuauflage und deren UV-Reaktion kommt bei den Urmarken nicht vor.

Das ist hier im Forum alles bereits unter Rotaufdrucke nachlesbar und in Bildern gezeigt. Gerne wollte ich aber hier noch einmal an die Rotaufdruckfälschungen erinnern, welche noch im Verwendungszeitraum hergestellt wurden. Es gibt solche Fälschungen auch auf Belegen.

Beste Grüße
Markus
17.11.19, 16:23:49

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

jetzt habe ich eben wieder den Ordner mit den Postfälschungen gefunden.

Nachstehend zwei Aufdruckfälschungen 1 Mark Schwarzaufdruck, welche zum Schaden der Post geprüft sind.

Die Bilder sind etwas klein, dennoch erweckt sich mir der Eindruck, dass diese Aufdrucke nicht die Qualität des von Jürgen gezeigten Aufdruck auf der 5 Mark haben.

Beste Grüße
Markus
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17.11.19, 16:47:58

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

ich kann hier doch noch 5 Mark Schwarzaufdruck auf Kontrollrat 962a zeigen. Es ist auch tatsächlich die häufigere Variante. Da mir die weniger grelle 962c subjektiv besser gefällt, hatte ich bevorzugt diese zusammengesteckt.

Es gibt also überdruckte Urmarken 962a und 962c und dazu neu gedruckte Urmarken in besonders greller "a" Farbe, wohl auf etwas weißerem Papier, was den Effekt noch verstärkt.

Unten im Bild nun eine Berlin 20a von Feld 45, also der Plattenfehler VII, der wohl bei allen Schwarzaufdrucken auf Feld 45 vorkommt. Die rechte Senkrechte des "N" ist oben verdünnt, eigentlich sogar etwas nach links gebogen und hat eine ziemlich scharfe Spitze, siehe 4800dpi-Scan.
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J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
21.11.19, 16:14:59

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier noch einmal ein Vergleich mit diversen 962a in allen möglichen Tönen. Dabei die rechte Marke mit falschem Aufdruck hier im Vergleich neu.

Die Farbe ist relativ selten, mit grellem Ton und grieseligem Druck. Ich zeige später noch Details der Fälschung.
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J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)
26.11.19, 20:15:02
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