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stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

nach Hinzunahme von weiteren Marken der MiNr. 21, ist mir einiges klar geworden.

Aufgrund der Vielzahl von Bestellungseingängen bei der Reichsdruckerei, die zu verschiedenen Zeiten erfolgten und abgearbeitet wurden, kommt es zu einer Vielzahl von Farbtönungen.

Die Bestellungen erfolgten von den verschiedenen Oberpostdirektionen, die von der Reichsdruckerei direkt beliefert wurden. Die jeweiligen Oberpostdirektionen verteilten dann wieder an die einzelnen ihnen unterstellten Postämtern.

In bestimmten Regionen des Reichpostgebietes kommen augenscheinlich überhaupt keine b- und c-Farben vor und die in Hamburg verwendeten Marken bzw. deren Farbtönungen sind mit denen aus dem Rheinland (OPD Düsseldorf) nicht 1:1 vergleichbar. Die Unterscheidung nach a, b und c wird einfacher, je mehr Material man selbst aus den einzelnen OPD-Bezirken hat. Durchaus finden sich auch unter den Marken, die als a-Farbe geprüft werden, interessante und verschiedene eigenständige Farbtönungen.

Die Betrachtungsweise, Farben nach den verschiedenen OPD-Bezirken zu beurteilen, zieht sich bis einschließlich der Krone/Adler-Ausgabe fort. So ist es auch sinnvoll, bei den für die überdruckten Ausgaben für die Deutschen Auslandspostämter und Kolonien, nicht eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen sondern immer nur innerhalb einer Kolonie zu vergleichen.

Es gibt ganz einfach mehr Farbtönungen inkl. ihrer verschiedenen Helligkeits- und Sättigungsstufen, bedingt durch eine Vielzahl von Bestellungen, als katalogisiert sind.

Beste Grüße
Markus
29.01.20, 10:43:37

Klesammler

(Mitglied)

Hallo Markus,

wenn jede OPD getrennt bestellt hat ist die große Menge von Farbvarianten nicht erstaunlich. Dieses Betellsystem war mir bisher nicht bekannt. Bisher dachte ich, daß Berlin zentral für alle bestellt hat.

beste Grüße

Dieter
29.01.20, 16:30:58

guy69

(Mitglied)

geändert von: guy69 - 29.01.20, 17:54:05

Das ist interessant. Eine große Menge an Marken sollten dann nach Farbe, Datum und Stempel in eine Datenbank sortiert werden. Bestenfalls wird sich ein klares Bild der Verteilung ergeben. Strittige Einzelgänger könnten dann diskutiert werden. Schöner Ansatz.

Viele Grüße ++ Harald ++
29.01.20, 17:51:34

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

eine Datenbank würde nur dann eine Erkenntnis einbringen, wenn alle Marken einheitlich bei gleicher Kalibrierung auf selbigen Scanner eingescannt wurden und zwar unabhängig von dem Prüfungsergebnis, welches aus subjektiver Betrachtung des jeweiligen Prüfers völlig unterschiedlich ausfallen kann.

Mir sind zwei in Crefeld am selbigen Tag gestempelte Marken aus Scans Dritter bekannt, die eine als b-Farbe (Sommer) und die andere als c-Farbe (Krug) bestimmt.

So wie ich nicht ausschließe, dass die eine oder andere Marke, die einst von Herrn Sommer als jene oder diese Nuance bestimmt wurde, ggf. bei neuer Betrachtung als eine andere bestimmt wird, schließe ich das auch nicht für Farbbestimmungen von Herrn Brugger oder Herrn Krug aus.

Beste Grüße
Markus
29.01.20, 18:02:46

Klesammler

(Mitglied)

Hallo Markus,

eine Datenbank wäre sicherlich sinnvoll, aber man sollte die Orte nach OPD sortieren. Eine gewisse Linie ließe sich sicher erkennen, wenn sich die Teilnehmer auf gleiche Scanner-Einstellungen einigen - falls technisch möglich. Was meinst du dazu?

beste Grüße

Dieter
29.01.20, 20:28:54

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Dieter,

es ist nicht kontrollierbar, wer mit welchem Scanner bei welcher Kalibrierung eingescannt hat.

Meine in 2013 erstellten Scans, von Marken MiNr. 21, sind gegenüber den in den letzten Jahren von mir erstellten Scans mit etwas abweichender Kalibrierung und weiterer abweichender Scannereinstellung erstellt und kann ich nicht in Vergleich ziehen. Sie führen zu keinerlei konkreten Erkenntnis.

Rein aus der Erfahrung, auch aus den hier im Forum geführten Diskussionen über Farben, zu verschiedensten Marken, sollten wir den Gedanken Datenbank ganz schnell wieder vergessen.

An der grundsätzlichen Problematik, einer unzureichenden Katalogisierung, als auch in der Handhabung im Prüfwesen, würde eine solche nichts ändern.

Beste Grüße
Markus
29.01.20, 21:32:16

guy69

(Mitglied)

Es geht um die Zuordnung zu den OPD. Da braucht es keine Einstellung am Anfang. Daten sammeln und das eingeben was bekannt ist. Fragwürdige hier zur Diskussion stellen. Die Neuordnung wird dann später erfolgen, wenn tatsächlich ein Schema erkennbar ist.
Es wird sicherlich Grenzfälle geben die eben zu diskutieren sind.

Viele Grüße ++ Harald ++
30.01.20, 04:17:38

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Harald,

weder ist der von Dir vorgestellte Scan, noch der von lehrling beurteilbar.

Selbst wenn gezeigt oder gesagt werden würde, als was die Marken von welchem Prüfer bestimmt sind, spiegelt dies nur die Sichtweise des jeweiligen Prüfers zum Zeitpunkt der Farbbestimmung wider.

Herr Pfenninger und Herr Hennies konnten nur nach a- oder b-Farbe bestimmen, weil sie vor Einführung der c-Farbe verstorben sind. Herr Sommer prüfte bis ca. Mitte 1993 ebenfalls nur nach a- oder b-Farbe und ab dann auch die von Ihm eingeführte c-Farbe.

Es gibt aber nicht nur eine a-, eine b- oder eine c-Farbe sondern alle drei Katalogisierungen sind Farbtöpfe, in die auch nach Einführung der c-Farbe kunterbunt eingeworfen wurde.

Aufgrund der zahlreichen Sättigungs- und Helligkeitsstufen wird es immer zu unterschiedlichen Sichtweisen kommen, auch unter den heutigen drei Brustschild-Prüfern. Selbst wenn diese Ihre "Farbreihen" abgestimmt haben, dann hilft dies nur bedingt weiter. Es gibt dann immer noch weitere Tönungen, bei denen man als Prüfer überlegt, sortiere ich die nun nach a, b oder c und trifft dann, nach langem hin- und hergeschiebe eine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen (in diesem Sinne hat es mir erst kürzlich ein Prüfer beschrieben, der viele Farben in einem anderen Prüfgebiet bestimmen muß).

Mal trifft man dann die "richtige", mal die "falsche" Entscheidung.

Das wird auch erst einmal in den nächsten Jahren so bleiben.

Beste Grüße
Markus
30.01.20, 07:36:12

guy69

(Mitglied)

Hallo Markus

Du machst wieder einen Schritt zuviel. Es gilt Daten zu sammeln um Faktor a (Stempelort/OPD) und Faktor b (Datum) eventuell ein Faktor c (Farbe) verläßlich zu bestimmen. Die jetzige Darstellung der Marke (geprüft xy nach Farbe xy) ist nur ein Klammerergebnis.

Viele Grüße ++ Harald ++
30.01.20, 17:08:37

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Harald,

heute Nacht habe ich nur aus der OPD Düsseldorf und aus Hamburg Marken mit Jürgen seiner Software im HSV-Farbraum durchgemessen.

Nach langem Grübeldenk über die Messergebnisse habe ich sie dann hauptsächlich über das Verhältnis von Sättigung und Helligkeit sortiert und das sieht jetzt ganz gut aus. Soll heißen, verschiedene bekomme ich auch übergreifend, mit dem aufgestellten Kriterium, passend zusammen.

Das doofelige ist nur, dass ich nicht weiß, welches Häufchen der BPP nach b- oder c-Farbe prüft. lachen

Wie auch immer, es geht eine größere Menge von diesen Marken zur Prüfung und dann habe ich noch eine weitere Sichtweise. Manchmal ergibt sich ja auch durch die Sichtweise eines Dritten, der hoffentlich noch mehr Material hat, etwas positives.

Wegen einer Datenbank müßt Ihr letztendlich bei Jürgen vorstellig werden.

Beste Grüße
Markus
30.01.20, 17:39:54
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