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BLEISULFIDSCHÄDEN BEI KLASSISCHEN BRIEFMARKEN


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II) Es konnte ferner eine auffällige Schadenshäufung an Marken festgestellt werden, die auf farbigem Papier gedruckt wurden, beispielsweise die Erstausgaben von Baden, Preußen oder Württemberg, und hier besonders die auf gelbem oder rosa Papier gedruckten Wertstufen. Diese Marken waren glasig geworden, färbten sich vorder- und rückseitig schwarz und waren im finalen Stadium regelrecht verdorben und der Selbstauflösung nahe. Derartige Schäden konnte man früher nur bei Marken registrieren, die massiver Hitze (beispielsweise durch Kriegsereignisse) ausgesetzt waren.

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Typische Bleisulfidschäden der Kategorie II (Pos. l Originalfarbe)

III) Die dritte Gruppe beeinträchtigter Marken betrifft Ausgaben, die als Fälschungsschutz mit einem normalerweise nicht sichtbaren Unterdruck versehen wurden (beispielsweise preußische Marken der zweiten und dritten Ausgabe oder bestimmte Marken des Norddeutschen Postbezirks). Dieser Unterdruck tritt in der Regel nur durch chemische Manipulation (z.B. durch Schwefelwasserstoff) schwarz oder braunschwarz zu Tage und führt dann zu einer erheblichen Wertminderung der betroffenen Marke. Auch hier konnte in den letzten Jahrzehnten eine extreme Häufung geschädigter Marken festgestellt werden.

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Typische Bleisulfidschäden der Kategorie III (Pos. l Originalzustand)

Geschädigte Marken befanden sich
* in Ringalben, bei denen die herkömmlichen Karton-Albumblätter mit einer durchsichtigen Blattschutzhülle aus handelsüblichem PVC-Kunststoff überzogen wurden. Diese Blattschutzhüllen sind links gelocht und an den anderen Seiten verschweißt, so dass ein Kontakt zur Außenluft kaum noch gegeben ist.

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