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admin_j

(Mitglied)

Hallo erron,

ich habe (bis in Kürze in Essen) auch nur den 2017. Dort sind noch für jede der Marken "a" und "b" notiert. Die Farbnuancen gibt es ja auch wirklich. Ursache sind wohl jeweils ungewollte Eigenschaften der Farbverteilwalzen und eher nicht eine gewollte Farbänderung.

Bei zum Beispiel SBZ, aber auch vielen anderen Ausgaben weltweit, kommen unterschiedliche Farbnuancen im selben Bogen vor. So wohl bei SBZ dunklere Nuancen in außen liegenden Reihen. Da könnte die Walzenschmierung einen Einfluss gehabt haben oder eine Eigenschaft der dunkleren Pigmente, nach außen auf die Walze zu wandern. Die Walzen könnten auch abgenutzt gewesen sein. Da besteht ein offensichtlicher Zusammenhang mit der benutzten Technik.

Die SBZ-Nuancen werden vielleicht noch so geprüft. Ein Beispielbild unten mit SBZ 36xa und SBZ 36xc. Ich habe auch noch Bogen in anderer Farbe mit geprüften Nuancen im selben Bogen.
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Dateianhang (verkleinert):

 sbz-nr-36xcrechts-rest-xa-bogen-04-rest-und-attest-a-OL-80p-2000pxb.jpg (1.01 MByte | 24 mal heruntergeladen | 24.21 MByte Traffic)


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01.05.19, 15:11:56

infla_sammler

(Mitglied)

geändert von: infla_sammler - 01.05.19, 19:15:21

Zitat von erron:
Hallo, kurze Frage:
In meinem Archiv fiel mir gerade eine Mitteilung von BPP Andreas Schlegel aus dem Jahre 2015 auf,
dass die Farben "a" bzw."b" bei den Marken des DR: Nr 338, 339, 355 und 604. Dienst Nr 99, 100 und 105 nicht mehr geprüft werden.

Ist dies in den aktuellen Michel Spez. schon aufgeführt?

Mein aktueller Michel Spez. ist noch aus dem Jahre 2013.

mfg

erron


Im aktuellen Michel-Spezial 2019 sind die Farbvarianten für die genannten Nummern noch aufgeführt.
01.05.19, 19:15:02

stampsteddy

(Gast)

geändert von: stampsteddy - 10.12.21, 18:44:15

Zitat von admin_j:
Hallo,

ich habe noch eine E.PESCHL signierte "355b" dazu gekauft. Die Marke hat im Tageslicht wieder eine ganz andere Farbe, siehe rechte Marke im Bild mit drei Marken. Postfrisch signiert DR. OECHSNER, Mitte unsigniert (es gibt wohl einen Befund), rechts echt signiert E.PESCHL und jeweils "b".

Die Marken sehen sehr unterschiedlich aus und man fragt sich schon, wie die "b"-Farbe abgegrenzt werden soll. Nach dem augenscheinlichen Farbeindruck scheint es nicht zu gehen. Ich kenne auch die genaue Definition für die Abgrenzung der "b" nicht.

Da ich mir nach diesen offensichtlichen Eindrücken kein abschließendes Urteil bilden will, habe ich mir kurz Zeit genommen, die Marken mit meinem Spektroskop zu vermessen. Zu meiner Überraschung lassen sich mit dem Spektroskop allerdings tatsächlich Gruppen bilden. Wer hätte das gedacht?

Im Bild 5 Kurven. Die rote, grüne und blaue Kurve stammt von den drei "b" Marken. Die drei Kurven verlaufen zwischen zwischen 400 und 500nm flacher und liegen insgesamt ziemlich nah beieinander. Die oberen beiden Kurven von unterschiedlichen "a" Marken verlaufen dort steiler und der insgesamt höhere Verlauf zeigt stärker reflektierende Farben. Weitere "a" Kurven verlaufen sogar noch darüber. Beachtenswert auch die Delle bei etwa 660nm bis 670nm bei den "b", während bei den "a" an der Stelle ein Buckel ist. Das sind objektive Unterschiede zwischen den "a" und den als "b" geprüften Marken.

Unterstellt man eine Möglichkeit, nach Definition von Grenzwerten, die Farbnuancen mittels Spektroskop objektiv einteilen zu können, bleibt die Frage nach dem Sinn der Einteilung, wenn es doch von jeder so eingeteilten Unternummer wieder unzählige, offensichtliche Nuancen gibt. Innerhalb des "a"-Topfes gibt es eventuell größere sichtbare Unterschiede, als zwischen einer beliebigen "a" und einer ähnlich wirkenden "b".

Hallo Jürgen,

von großem Interesse wäre auch gewesen, wenn Du die beiden a-Marken, welche Du vermessen hast, auch im Scan gezeigt hättest. Selbst gehe ich davon aus, dass sie entweder dunkler und grauer oder heller und grauer oder heller und gelber waren, als die drei vermessenen b-Marken.

Problem ist auch hier abermals, dass die Farbbezeichnungen im Michel nichts taugen und auch nicht vollständig sind.

Gerne bestätige ich, dass die drei geprüften Marken, so unterschiedlich sie auch aussehen mögen, in der Tat zur Gruppe der b-Farbtöne gehören. Das liegt an deren Dunkelheit, in Verbindung mit einem klar zu erkennendem Gelbanteil.

Alle dunkleren Farbtöne, die diesen Gelbanteil nicht zeigen, siehe die beiden Marken über dem Viererblock, auf den ich die Peschl-geprüfte Marke gelegt habe (Farbdeckung quasi 1:1) bzw. einen Grauanteil inne haben oder ganz einfach zu hell sind, sind a-Farbe (die Marken links von dem Viererblock gehören alle zur b-Farbgruppe). So einfach ist das. Man könnte jetzt natürlich noch weitere Unterteilungen betreiben, aber man muß es nicht unnötig kompliziert machen. freuen

Beste Grüße
Markus

P.S. damit niemand auf einen dummen Gedanken kommt. Die von mir gezeigten Marken sind aus einer wirklich großen Stückzahl herausgesucht. In das erste Bild habe ich die drei b-Marken von Jürgen eingebunden. Seltener ist die b-Farbe unter den Dienstmarken (5 versteigerte Dienst 105 b finden sich in 150 Auktionen im Archiv vom Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer).
Dateianhang (verkleinert):

 355-Farben_b-und-a.jpg (1.39 MByte | 13 mal heruntergeladen | 18.13 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 355-Farben_nur-a.jpg (989.33 KByte | 4 mal heruntergeladen | 3.86 MByte Traffic)


10.12.21, 18:25:27

stampsteddy

(Gast)

geändert von: stampsteddy - 10.12.21, 21:39:22

Hallo,

im Moment habe ich nur eine begrenzte Auswahl von MiNr. 355 und Dienst 105 hier, das bessert sich aber im Januar.

Nun habe ich einmal im Kornerup/Wanscher-Farbenatlas nachgesehen, wo ich diese Marken am besten unterbekomme. Da kommen eigentlich nur auf Farbtafel 5 die oberen Felder der D- und E-Spalten in Frage. Dieser Bereich nennt sich gelbbraun und verschiedene Felder haben dann auch noch konkret zugeordnete Farbbezeichnungen. Von einem Ocker ist dort aber keine Spur zu lesen.

Die Schwierigkeit stellen immer wieder vielerlei unterschiedliche Helligkeits- und Sättigungsstufen dar, die von Farbplättchen nicht abgedeckt werden. Heute ist mir ein neuer Gedanke gekommen, wie ich optimal aus Farbführern eingescannte Farbfelder in verschiedenen solcher Stufen darstellen kann bzw. die technische Umsetzung ist nun eine neue. Zu gegebener Zeit werde ich das im Forum zeigen.

Vielleicht muß man bei dieser Marke auch gänzlich umdenken und einfach völlig neu aufsetzen. Die Farbunterschiede sind nun einmal da, auch verschiedene Seltenheiten lassen sich mit genügend Material herausarbeiten. Man muß sich nicht immer zum Knecht vom Michel-Katalog machen, um Farben zu Sammeln oder eine neue Systhematik in der Sortierung selbiger umzusetzen.

Beste Grüße
Markus

10.12.21, 21:36:14
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