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stampsteddy

(Mitglied)

335 von der OPD Stettin ist die a-Farbe seltener als die b Farbe.

Hallo,

ja, dies ist richtig.

Von den Walzendruckbogen sind in Stettin wahrscheinlich nur solche überdruckt worden, in denen nur in der 9. u. 10. Reihe Marken in a-Farbe vorkommen.

Dies spiegelte sich in der Bewertung der Oberrandstücke im Michel-Katalog, als auch damals im Jahre 2000 bei Auflösung der Sammlung Peschl in entsprechenden Auktionslosen beim Auktionshaus HBA wider. Es wurden dort aus dieser Sammlung von der 335 AWb mit Stempeln aus Stettin angeboten: drei lose Stücke, ein Briefstück und ein Brief mit drei Exemplaren in MiF mit anderen Werten. Die 335 AWa hingegen nur innerhalb einem postfrischen "b-Bogen" der OPD Stettin angeboten wurde, unter Hinweis in der Losbeschreibung, dass die a-Farbe in der OPD Stettin seltener als die b-Farbe ist. Weitere Einzellosangebote von 335 AWb gab es in der besagten Auktion nicht.

Da eine 335 AWa aus der OPD Stettin zumindest in gestempelt auch ohne Oberrand eindeutig bestimmbar wäre (mit zumindest meine ich, dass sich ein erhöhter Prüfungsaufwand lohnen könnte), sollte man einmal die Augen nach solchen Exemplaren offen halten. Ob der Markt dann wirklich einen besseren Preis für eine gestempelte 335 AWa aus der OPD Stettin gegenüber einer 335 AWb hergibt, muß ich allerdings mit einem Fragezeichen versehen. Ein höheres Preisverlangen wäre in jedem Fall argumentierbar.

Habe bei mir nachgesehen und kann leider nur eine 335 A P a mit zentrischem Stempel "STETTIN 1 x 26.11.23" zeigen. Dieses Stempelgerät ist im INFLA-Falschstempelheftchen gelistet. Leider scheint auf die Schnelle kein Vergleichsmaterial auf Belegen auffindbar zu sein. Im Vergleich mit Abschlägen von anderen Stempelgeräten aus Stettin kann ich jetzt erst einmal keinen eindeutigen Hinweis finden, der mich veranlassen würde "Falschstempel" zu schreien. Gut, die Stempelfarbe wirkt etwas satter und vielleicht ein bisschen schwärzer, als bei Vergleichsabschlägen anderer Stempelgaräte (was sich aber durchaus argumentieren ließe, im Falle es eindeutig zeitgerechte Abschläge vom "1 x" geben sollte) und etwas merkwürdig muten die Stempelspritzer auf der Rückseite an (vielleicht wurden Bogen ohne Gummierung massenweise rückdatiert entwertet?). Im Moment kann ich diesen Stempelabschlag nicht abschließend beurteilen, aber dafür gibt es ja INFLA-Prüfer. Bin gespannt, als was die Marke signiert wird oder ob überhaupt eine Aussage bezüglich echt und zeitgerecht oder echt und rückdatiert möglich ist? Vielleicht einfach nur Darmstadt? (Insider-Witz). An ein Stempelimitiat, mag ich hier im Moment nicht wirklich glauben.

Angebote von 319 AWb in echt gestempelt sind auch recht selten, dies mag u.a. an den wenigen Möglichkeiten gelegen haben, diese Wertstufe überhaupt sinnvoll eine gewisse Zeit zu frankieren (siehe Portotabelle). Ein in FRANKFURT/MAIN gestempelter Viererblock 319 AWb, als auch ein Einzelstück mit Stempel BERLIN (aus einem ehemaligen Viererblock stammend), blieben in der 150. Dr. Reinhard Fischer-Auktion zum Ausruf von Euro 2.000.- bzw. 450.- leider liegen. Das Interesse scheint sich am Markt in Grenzen zu halten.

MfG
Markus
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10.06.16, 11:35:40

siegfried spiegel

(Mitglied)

Den OPD Stettin erkennt man am Oberrand mit den großen Zahlen.
Leider hab ich von der 335 keinen.
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10.06.16, 12:11:07

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Siegfried,

das ist richtig. Aber auch an Stücken ohne Oberrand kann über die verwendete Aufdruckfarbe und spezifische Aufdruckmerkmale die richtige OPD bestimmt werden. Ist aber aufwendiger und lohnt sich bei Massenware ohne Bogenrand mit Sicherheit nicht.

Da meine Marke ohnehin ein Plattendruck ist, interessiert mich hauptsächlich die Beurteilung der Entwertung. Über einen Michelwert von Euro 6.-, eine echte und zeitgerechte Entwertung vorausgesetzt, werde ich bei dieser Marke nicht hinauskommen. Selbstverständlich sende ich diese mit vielen anderen Marken zur Prüfung.

MfG
Markus
10.06.16, 12:46:37

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier eine der ultramarinen Varianten. Im Michel steht als Farbe dunkelviolettultramarin. Helligkeitsunterschiede gibt es aber doch. Die durchstochene Ausgabe ist immer im Plattendruck.

Hier zwei durchstochene Marken dieser Wertstufe.



Eine b-Farbe gibt es nur in der gezähnten Variante im Walzendruck, hier die Variante schwarzblau. Dazu gibt es auch Atteste.




J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

25.05.17, 18:01:08

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 25.05.17, 19:30:29

Hallo,

hier noch ein besserer Scan des Sechserblocks, welcher schon auf Seite 2 von briefmarken-raschke gezeigt wurde. Diesen hatte ich damals gekauft und ich stelle soeben mit Überraschung fest, dass ich diesen noch gar nicht eingescannt sondern mir damals nur unter dem USB-Mikroskop und an Tageslicht mit anderen Marken im Vergleich angesehen habe.

Nun, jetzt habe ich diesen eingescannt. Einmal verkleinerte Darstellung im Ganzen und einmal unverkleinerter Teilausschnitt.

Die 8. senkr. Reihe im Bogen wie gesagt b-Farbe und die 9. und 10. wird als a-Farbe geprüft. Nunja, für mich ist es selbige Druckfarbe, nur durch unwidrige Umstände in 9. und 10. Reihe weniger gesättigt.

Man nehme ein Löschblatt, mache einen großen blauen Tintenkleks drauf, verziehe diesen mit einem Finger, schneidet den entstandenen Streifen in Stücke und man glaubt verschiedene Farben zu sehen. Es ist aber immer noch gleiche Farbe, nur nach hinten raus weniger gesättigt.

MfG
Markus
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25.05.17, 19:27:43
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