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stampsteddy

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geändert von: stampsteddy - 22.05.17, 23:47:36

Hallo,

im Kohl-Handbuch wird aufgeführt, dass mit dem echten Stempel zahlreiche Rückdatierungen vorgenommen wurden, zumeist mit dem Datum "12/5" und "18/5". Diesen Daten stehe ich persönlich, wenn man sich das Aufkommen solchiger ansieht, welche zumeist auf Briefstücken ohne erkennbaren Bedarfshintergrund vorkommen, skeptisch gegenüber.

MfG
Markus
22.05.17, 23:45:25

goska9

(Mitglied)

Verstehe ich, aber Rückdatierungen haben nur Sinn bei auch gefalschten Aufdrucke oder....?

Es gibt wesentlich weniger echten ungebrauchten/postfrischen Marken.

mfg, goska9

*Die deutsche Sprache ist schwierig*
23.05.17, 07:31:33

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 23.05.17, 07:55:29

Hallo Goska,

noch im Jahre 1901 wurden von dem Leiter der "Vinetapost" mit dem echten Handüberdruckstempel private Neudrucke (wohl zwei Halbbögen zu je 100 Neudrucken) hergestellt. Wer weiß schon genau, ob es in Wirklichkeit nicht doch einige mehr waren?

Soll heißen, der Handüberdruckstempel war in Privatbesitz und Abstempelungen mit dem MSP-Stempel wohl auch kein Problem.

Ferner werden im Kohl-Handbuch solchige Briefstücke, wie im Eingangsbeitrag mit Datum 12/5 gezeigt, als Gefälligkeitsentwertungen bezeichnet und vermerkt, dass wohl einige davon rückdatiert sind. Ich glaube nicht, dass man Rückdatierungen, die wenige Wochen später erfolgt sind, wirklich von zeitgerechten unterscheiden kann, wenn sich der Stempelzustand in dieser Zeit nicht wirklich verändert und nach wie vor selbige Stempelfarbe/Stempelkissen verwendet wurde.

Die Seiten aus dem Kohl- und dem Friedemann-Handbuch, werde ich heute Abend einscannen und einstellen.

MfG
Markus
23.05.17, 07:53:28

goska9

(Mitglied)

Ah, etwas neues gelernnt freuen

Eine Rückdatierung nach nur 2 Wochen ist nach meiner Meinung auch nicht zu identifizieren. Und wann es kein andere Merkmale gibt, zB großere Briefstück oder ganzes Beleg, dann vermute ich dass es nicht sicherlich prüfbar ist, nicht echt und nicht falsch (nur bei 2 Wochen alte Rückdatierung)

mfg, goska9

*Die deutsche Sprache ist schwierig*
23.05.17, 09:08:12

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Goska,

die Angabe "zwei Wochen" war nur beispielhaft. Wann die in der Literatur erwähnten mutmaßlichen Rückdatierungen genau erfolgten, ist dort nicht beschrieben. Wenn aber im Jahre 1901 noch der Handüberdruckstempel fleißig gebraucht wurde, dann kann man auch davon ausgehen, dass es sich dann um recht zeitnahe Rückdatierungen handelt.

Vor einigen Jahren hatte ich mich schon einmal mit der Materie beschäftigt und auch ein kleines Bildarchiv angelegt gehabt. Dieses ist aber glaube ich einem Computercrash zum Opfer gefallen (habe jetzt nicht auf Sicherungsträgern nachgesehen). Aber es ist auch kein so großes Problem, ein neues anzulegen. freuen

Nachstehend Vorder- und Rückseite des Auktionskatalog 126. Edgar Mohrmann-Auktion aus dem Jahre 1968. Auf der Titelseite wird der Kreuzer "Vineta" gezeigt, 5800 t Gewicht, 110 m Länge.

MfG
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 Vineta_001_2000Pxl.jpg (868.65 KByte | 48 mal heruntergeladen | 40.72 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 Vineta_002_2000Pxl.jpg (645.15 KByte | 54 mal heruntergeladen | 34.02 MByte Traffic)

23.05.17, 09:36:45

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 23.05.17, 10:08:06

Hallo,

das linke Briefstück zeigte Jürgen Kraft als "echt" im Jahre 2011. Das rechte ist im Friedemann-Handbuch als Aufdruckfälschung mit echtem Poststempel gezeigt. Was Friedemann aber nicht angibt, dass auch der Überdruck vom echten Gerät stammt.

Sorry, aber diese beiden Briefstücke sind für mich eineige Zwillinge, am selben Tag gestempelt. Die Charakteristik der Stempelabschläge spricht Bände.

Einer von beiden irrt nun, Jürgen (oder der Attestaussteller für das gezeigte Stück) oder Friedemann.

MfG
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 Vineta_005.jpg (241.3 KByte | 14 mal heruntergeladen | 3.3 MByte Traffic)

23.05.17, 10:07:33

Otjikururume

(Mitglied)

geändert von: Otjikururume - 23.05.17, 10:56:57

Ist eigentlich bekannt, wo sich die "Vineta" am 12.05.1901 befand? Um manchen Dingen auf die Spur zu kommen, lohnt sich oft der Blick in Proxy-Daten. Wenn man den bekannten Dingen glauben darf, dann war das irgendwo vor der südamerikanischen Küste zwischen Trinidad und Argentinien. Es muss ja mehrfach Landgang stattgefunden haben, um die Post zu übergeben, sonst machte auch das Provisorium, das es bereits ab April gab, keinen Sinn.
23.05.17, 10:53:44

Lubecensis

(Mitglied)

Ich habe jetzt nur diese Angabe gefunden (im einschlägigen Wikipedia-Artikel):
"Am 6. April [1901] trat die Vineta von Trinidad aus eine Reise entlang der südamerikanischen Küste bis zum Río de la Plata an, die bis zum 1. August dauerte."

Letztendlich ist das aber auch egal, für mich gehört dieses "Vineta-Provisorium" in die Kategorie "Kinderpost-Spielerei" bzw. Aprilscherz.


Viele Grüße

Lubecensis
23.05.17, 11:34:12

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo nochmal,

ich hatte extra ein weiteres Stück gezeigt auf dem auch mehr dunkleres violett zu sehen ist.



Das es keine Notwendigkeit zur Ausgabe gab, daran bestehen ja keine Zweifel. Trotzdem wurde es gemacht und wem es gefällt und wer es sich leisten kann, darf das doch auch sammeln. Besonders schön sind auch die rot/weißen Postkarten. Von denen gibt es auch keine "Neudrucke". Hier ein echt gelaufenes Streifband, geprüft Frisia Dister, Kosak, Roumet, Edgar Mohrmann und Jakubek. Herr Mozek hat damals noch nicht geprüft freuen




J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

23.05.17, 12:29:22

goska9

(Mitglied)

Eigentlich sehr überraschend dass soviele von diesen "seltene Marke" immer noch erhalten sind geblieben. Oder hat man damals gedacht: "so ein halbe Marke sieht man nicht oft, ich würfe diesen nicht im Mülleimer"?

mfg, goska9

*Die deutsche Sprache ist schwierig*
23.05.17, 12:46:20
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