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stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 11.09.20, 07:58:11

Hallo Jürgen,

wir reden aneinander vorbei.

Es ist so, wie ich geschrieben habe und das zeigt sich ja anhand der Katalogisierung. Sprich, dem Auslassen einer SBZ 189 b und dem Verwenden selbiger Farbbezeichnungen bei den jeweiligen Unterfarben. Eine grünlichblaue Kontrollrat 950 d mutiert mittels Aufdruck nicht zu einer blauen SBZ 189 a

Fakt ist auch, wo es keine neue HAN gibt, gibt es auch keine Neuauflagen. Neue HAN gibt es nur bei Berlin MiNr. 8 und 26.

Wie ich aber schon geschrieben habe, kann eine überdruckte Marke häufiger sein, als eine unüberdruckte.

Alle Marken zu 20 Pfg sind im Plattendruck hergestellt und somit tragen auch alle Bogen eine HAN. Anders wäre es, wenn es die Marke auch aus Walzendruck geben würde und dann keine HAN auf dem Bogen aufgedruckt wäre und wir nicht genau wüssten, unter welcher Hausauftragsnummer gedruckt wurde.

Kontrollrat

950 a, mittelblau bis blau
950 b, (dunkel)kobaltblau
950 c, graukobalt bis kobalt
950 d, grünlichblau

HAN
4131.46 1, 2
4068.47 1, 2
4081.47 1, 2
4116.47 1, 2
4137.47 1, 2
4150.47 1, 2
4164.47 1, 2
4191.47 1, 2
6027.48 1, 2
6055.48 1, 2

SBZ

189 a, mittelblau bis blau
189 c, graukobalt bis kobalt
189 d, grünlichblau

HAN
4131.46 1
4068.47 2
4081.47 1, 2
4137.47 1, 2
4150.47 1, 2
4164.47 1, 2
4191.47 1, 2
6027.48 1, 2
6055.48 1, 2

BERLIN (zum Teil 950, zum Teil Neuauflagen)

8 a, (lebhaft)preußischblau (Töne)
8 b, mittel- bis lebhaftblau (Töne)

HAN
4164.47 1
4191.47 1
6027.48 1, 2
6055.48 2
6093.48 1 (neue HAN)

26 a, (lebhaft)preußischblau (Töne)
26 b, mittel- bis lebhaftblau (Töne)

HAN

5807.48 1, 2 (neue HAN)
5883.48 1, 2 (neue HAN)

Bizone (angeblich zum Teil Neuauflagen, es taucht aber keine neue HAN auf)

43 I, 43 II

950 a, mittelblau bis blau
950 b, dunkelkobalt (neu)
950 c, dunkelgrauultramarin (neu)
950 d, grünlichblau

43 I HAN

4068.47 2
4081.47 1, 2
4164.47 1, 2
4191.47 1, 2
6027.48 1, 2
6055.48 1, 2

43 II HAN

4131.46 1, 2
4081.47 1, 2
4116.47 1, 2
4150.47 2
4164.47 1, 2
4191.47 1, 2
6027.48 1, 2
6055.48 1, 2

Beste Grüße
Markus
11.09.20, 06:53:27

Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von Juergen Kraft:
Hallo, ... für die Aufdruckmarken generell neue Urmarken gedruckt worden sein können und das die Farbeinteilung nach Häufigkeit und nicht nach Farbton und Nummer der Urmarke erfolgt sein kann. Am besten schaut man nach den Farbnamen, falls angebliche Nummern der Urmarken angegeben sein sollten. Gerade auf SBZ trifft das zu.


Hallo Markus,

ich bitte einfach darum, genau zu lesen. Ich stelle das Wort "generell" voran. Es kann also vorkommen, dass für eine konkrete Ausgabe neue Urmarken gedruckt wurden und es kann vorkommen, dass die Buchstaben bei SBZ anders vergeben sind, als bei den Urmarken. Ganz genau bedeutet das, wer immer alles Verallgemeinert, kann auch falsch liegen. Es kann die vertauschten Buchstaben geben und es gibt die "vertauschten" Buchstaben auch tatsächlich. Das muss nicht bei jeder SBZ-Marke der Fall sein, kann aber der Fall sein.

Vielleicht kannst du ja deine Marken auch in der optimalen Standard-Einstellung scannen und den Scan dann zeigen. Dabei reichen dann auch viel weniger Marken. Ein paar "a" und dann die eventuell besseren Kandidaten.

Von der 950 hatte ich Gestern Abend ein paar hundert auf dem Tisch ausgebreitet. Im Ausschnitt daraus auf dem Bild wohl alle 950a. Unter etwa 1000 Stück waren eventuell ein paar 950d. Die muss ich aber erst einmal waschen. Die sind eventuell nur von Paketkarten etwas gelb verfärbt und damit grüner. Das Foto ist natürlich auch nicht mit den Farben des Standard-Scans vergleichbar.
Dateianhang (verkleinert):

 P9100150-g-2000pxb-85P.jpg (1.27 MByte | 18 mal heruntergeladen | 22.86 MByte Traffic)


J. Kraft
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11.09.20, 15:58:04

Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von stampsteddy:
Hallo Jürgen,

bitte beachte die Farbbezeichnungen und die HAN-Nummern.

Zwischen Kontrollrat und SBZ gibt es keinerlei Unterschied, auch keine neue Einteilung.

Beste Grüße
Markus


Hallo nochmal,

dein zitierter Beitrag stellt fest, es gäbe keinen Unterschied (gemeint ist bei den Katalognummern) zwischen Kontrollrat und SBZ. Diese generelle Aussage ist immer noch falsch.

Betrachte einfach SBZ 208a (dunkel)bräunlich bis dunkelbräunlicholiv als Billigwert und 208b grau- bis dunkelgrauoliv als Rarität

Bei Kontrollrat ist die Urmarke der 208a die 928b und die Urmarke der 208b die 928a. Wer also die seltene Farbe bei SBZ und dieser Katalognummer zum Farbvergleich braucht, vergleicht mit der billigen Massenware aus Kontrollrat.

Ich hoffe, dass Beispiel macht deutlich, wovon ich hier in einigen Beiträgen geschrieben habe.

J. Kraft
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11.09.20, 16:07:26

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 11.09.20, 16:30:02

Hallo Jürgen,

was hat die Katalogisierung der SBZ MiNr. 208 (30 Pfg Ziffer) mit der von der SBZ MiNr. 189 zu tun? Die 208 b wurde erst vor etwas über zehn Jahren katalogisiert.

Die Katalogisierung der SBZ MiNr. 189 lautete hingegen damals, als die 208 b noch nicht katalogisiert war, auf 189 a, b und c und nicht wie später bzw. heute auf 189 a, c und d. Das beweist, dass die Farbangaben und Unternummern von SBZ MiNr. 189 den der Urmarken angepasst wurde.

Nimm doch einfach die Kontrollrat MiNr. 948 und analog die SBZ MiNr. 187, bei letzterer wurden Neuauflagen zum Überdrucken gedruckt und dementsprechend ist die Aufstellung der Hausauftragsnummern bei SBZ MiNr. 187 länger als bei der Urmarke.

Gemäß Katalogisierung gibt es keine Neuauflagen, bei der SBZ MiNr. 189

Beste Grüße
Markus
11.09.20, 16:26:17

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

wer eingeloggt ist, kann auch hier noch eine befundete 20Pf. in Farbe "c" ansehen, diesmal mit SBZ-Aufdruck. Zum Vergrößern anklicken.




J. Kraft
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11.09.20, 17:37:55

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier habe ich noch einen seltsamen Scan. Der ist mit V500 in 2009 gemacht und die Marke habe ich nicht mehr.

Das sieht nach Farbe "c" aus, nach verkürztem "S" und einen weißen Keil im Schuh hat der Sämann auch noch. Das kann ja kaum der Plattenfehler der Urmarke sein. Vielleicht kann jemand eine 950I (weißer Fleck am linken Schuh) zeigen. In der Kombination geht das ja nicht, weil auf unterschiedlichen Feldern.
Dateianhang (verkleinert):

 SBZ-189-was-ist-das-denn.jpg (667.17 KByte | 6 mal heruntergeladen | 3.91 MByte Traffic)


J. Kraft
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11.09.20, 17:56:03

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 11.09.20, 18:31:18

Hallo Jürgen,

im Auktionsarchiv von Dr. Fischer befinden sich sieben Unterrandpaare der MiNr. 189 mit HAN (Felder 95 und 96) und ein Einzelstück mit Unterrand von Feld 95. Bei nur drei Marken zeigt sich der Aufdruckfehler VIII "verlängertes w". Das deutet auf verschiedene Druckplatten hin, mit der die 20 Pfg-Marke überdruckt oder dass das fehlerhaft "w" ausgetauscht wurde.

Es ist aber durchaus vorstellbar, dass die 20 Pfg-Marke in verschiedenen Druckereien überdruckt wurde und dann handelt es sich faktisch auch um verschiedene Druckplatten.

Herr Dr. Ruscher gab mir weitere wertvolle Hinweise, zu meinen allgemein gestellten Fragen. Vielleicht sollte ich in dem neuen Thema "Typen und Plattenfehler der Aufdruck" hierzu ausführen bzw. die Hinweise weitergeben? Wo wollen wir über die verschiedenen Druckereien und Druckplatten diskutieren?

Beste Grüße
Markus

P.S. zu der zuletzt gezeigten Marke habe ich noch kein Vergleichsmaterial herausgesucht.

P.P.S. Deine Marke zeigt nicht den Plattenfehler I, der sieht dann doch heftig anders aus. Bildquelle Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer
Dateianhang (verkleinert):

 950-Plattenfehler-I_Feld-69.jpg (612.99 KByte | 21 mal heruntergeladen | 12.57 MByte Traffic)

11.09.20, 18:22:17

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo Markus,

mache unter der 20 Pf. blau ein paralleles Thema "Plattenfehler und Feldmerkmale" auf und Danke für den linken Schuh. Meine ist nur poröser Druck, aber die Farbe ist schon gut. Auf Feld 25, für der "S" habe ich unterschiedliche Zustände gefunden. Das ist sicher kein Zufall. Die sollten wir dann in dem neuen Thema zeigen.

J. Kraft
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11.09.20, 19:49:48

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Jürgen,

ich habe weiteres Vergleichsmaterial bei mir herausgeucht und auf verschiedenen Kalibrierungen eingescannt. Eine 1:1 Vergleichbarkeit zu Deinen Scans, bringe ich nicht hin, auch nicht bei den a-Farben.

Aber ich habe vor kurzem einen Kollegen Marken von mir mitgegeben, die er dann nach meinen Anweisungen mit seinem V550 mit verschiedenen Kalibrierungen bzw. ICC-Profilen eingescannt hat, so wie ich es Ihm am Telefon vorgegeben habe. Diese Scans hat er mir dann per email zugesendet und es ergibt sich keinerlei Unterschied zu meinen Scans. Dessen konnte er sich auch selbst überzeugen, weil ich die Marken auch hier vorher im Forum hochgeladen hatte. Auf seinem Monitor, ein Dell, sehen die nach ColorMatch ausgerichteten Scans den Originalen am ähnlichsten, so wie bei mir.

Glücklicherweise kann mir der Kollege, weil er an der Quelle sitzt, auf Wunsch meinerseits, vielerlei attestierte Marken aus verschiedensten Sammelgebieten mit den von mir gewünschten Kalibrierungen einscannen. freuen Dann wird meine Vorauswahl in Zukunft etwas leichter. Was nicht bedeuten soll, dass ich dann dennoch weiterhin die eine oder andere sonderbare Farbe, welche aus der Reihe tanzt, zur Prüfung sende. Solche werden zwar für gewöhnlich in den großen Farbtopf geworfen, aber ich mag die Buchstaben so gerne auf der Rückseite der Marken haben und bekenne mich von der "Prüferitis im Endstadium" befallen!

Gut, ich bereite jetzt aus einem großen Scan, ICC-Profil Epson sRGB, Belichtung "Foto", einige a-Farben zur Ansicht vor, damit Du siehst, dass das so ist, wie ich sage.

Mir ist auch wieder eingefallen, wie das in den 2000er-Jahren mit der Neuafstellung der Katalogisierung bei den SBZ-Maschinenaufdrucken gewesen war, insofern ich mich richtig erinnere. Die Einteilung, auch die Vergabe von Farbbezeichnungen und Unternummern, wurde von Herrn Bernhöft erstellt, wohl auch mit dem Material von Herrn Paul. Daher laufen auch die meisten Farbkatalogisierungen konform, mit denen unter ARGE Kontrollrat - außer bei Vorhandensein von Neuaflagen, wie bei MiNr. 187. Zuvor war das Prüfen von Farben bei diesen Ausgaben sehr viele Jahre ausgesetzt (entsprechende Vermerke in den jeweiligen Katalogen, bis zur Neugestaltung). Später hinzugekommene Katalogisierungen, wie MiNr. 208 b (das war wohl kurze Zeit später), wurden dann nicht mehr nach der Einteilung der Kontrollratsmarken katalogisiert. Wie gesagt, wenn ich mich aus bestimmten Gesprächen mit Prüfern richtig erinnern sollte.

Durchaus schließe ich nicht aus, dass sich unter meinen Marken abermals besondere Farbtopffarben befinden. freuen

Beste Grüße
Markus
13.09.20, 17:30:15

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo Markus,

ich scanne mit Bildschirm-RGB, was 1:1 IEC entspricht. Letztlich ist ja jeder Scan tatsächlich identisch, wenn die gleichen Einstellungen verwendet werden. Der wichtigste Punkt: nur die Software EpsonScan (Scannt und legt ein TIF oder JPG ab, sonst nichts) verwenden und keinesfalls ein Bildprogramm aufrufen und über die Twain-Schnittstelle scannen.

Ich kann die Marken ja auch noch einmal mit dem V550 scannen. Schreibe mir noch einmal deine Einstellungen oder besser, mache eine Bildschirmkopie der Einstellungen bei Farbe und dem Hauptbild.

Falls du das Bild hinter dem Link betrachtest, das ist mit Silverfast gescannt. Es unterscheidet sich geringfügig, zeigt aber letztlich die gleichen Merkmale. Beim Scan ohne Silverfast sind die Unterschiede auf dem Scan sogar zu krass. Wer aber die gleichen Einstellungen verwendet, wird bei gleichen Farben auch die gleichen Ergebnisse bekommen. Dann ist der Unterschied anhand der Scans sogar die einfachste Möglichkeit, die Farben sicher zu trennen.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

14.09.20, 00:51:09
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