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Hallo liebe Teilnehmer,

herzlich willkommen zum neuen Thema Bayerische Feldpoststempel

Versucht beim Schreiben immer sachlich zu bleiben. Drückt euch klar aus, damit jeder Leser versteht, ob ihr Fachwissen teilt oder eure Meinung zu einem Thema sagt.

Verzichtet auf Kommentare über andere Teilnehmer. Kommentiert gerne die Aussagen anderer. Wir wollen über Philatelie diskutieren und nicht über Philatelisten freuen

Wir wünschen viel Freude am Hobby Philatelie!
26.01.18, 19:10:32

Lippe865

(Gast)

geändert von: Lippe865 - 27.01.18, 09:25:29

Hallo Bayern-Feldpost-Kundige,

kann jemand etwas zu dem Stempel "K. B. FELDPOSTSTATION No 77 14/1" sagen, den ich hier zeige? Irgendwie erscheint der zu schön, um wahr zu sein. Und wie kommt ein bayerischer Feldpoststempel auf eine bayerische Briefmarke? Die Feldpost konnte doch ohne Frankatur portofrei versendet werden. Musste vielleicht die Feldpost in das Ausland (z.B. in die Schweiz) frankiert werden? 10 Pfennig war bis zum 31.7.1916 das Porto für Postkarten in das Ausland.

Neugierige Grüße aus Westfalen (ehemals Preußen) nach Bayern und anderswohin,

Hans Rummenie
Dateianhang:

 141FP77.jpg (162.11 KByte | 6 mal heruntergeladen | 972.64 KByte Traffic)

26.01.18, 19:11:32

Lippe865

(Gast)

Zitat von Lippe865:
Hallo Bayern-Feldpost-Kundige,
kann jemand etwas zu dem Stempel "K. B. FELDPOSTSTATION No 77 14/1" sagen, den ich hier zeige? Irgendwie erscheint der zu schön, um wahr zu sein. Und wie kommt ein bayerischer Feldpoststempel auf eine bayerische Briefmarke? Die Feldpost konnte doch ohne Frankatur portofrei versendet werden. Musste vielleicht die Feldpost in das Ausland (z.B. in die Schweiz) frankiert werden? 10 Pfennig war bis zum 31.7.1916 das Porto für Postkarten in das Ausland.
Neugierige Grüße aus Westfalen (ehemals Preußen) nach Bayern und anderswohin,
Hans Rummenie


Hallo Forum,

da ich auf meine Fragen vom 26.1.2018 zu dem Stempel "K. B. FELDPOSTSTATION No 77 14/1" bisher keine Antwort erhalten habe, mache ich einen neuen Anlauf in der Hoffnung, dass jetzt jemand den Stempel sieht, der dazu etwas sagen kann und sagen will.

Grüße aus Westfalen nach Bayern und anderswohin,

Hans Rummenie
22.05.18, 16:48:43

charly999

(Mitglied)

Hallo Lippe865,

eine bay FpStation No 77 gab es nicht. Diese hatten Nr. bis 20 und dann erst wieder ab 402.

Es handelt sich um den K1 ´Kaiserlich Deutsche Feldpoststation No 77´, Arge Fp 14-18 Katalog Nr 1788, belegt vom 10.10.1914-09.10.1915. Das paßt also.

Feldpost war nicht immer gebührenfrei. Wie von Dir richtig erkannt, waren Sendungen in das Ausland gebührenpflichtig. Pakete und Päckchen mußten ebenso freigemacht werden wie z.B. Wertbriefe (soweit sie nicht ohnehin dem dienstlichen Verkehr vorbehalten waren).

Ob der Stempel echt ist, kann ich nicht beurteilen. Im Katalog ist er mit 1,50 bewertet. Eine Fälschung würde mich wundern.
Dateianhang (verkleinert):

 Fp 14-18 in die CH 1.jpg (110.84 KByte | 7 mal heruntergeladen | 775.88 KByte Traffic)

22.05.18, 19:57:13

Lippe865

(Gast)

Hallo charly999,

herzlichen Dank, dass Du meinen "Königlich Bayerischen" Feldpost-Fehlschluss berichtigt hast.

Ist meine Vermutung richtig,
- dass bayerische Briefmarken normalerweise nur innerhalb Bayerns postgültig waren, also mit Stempeln z.B. von Berlin und Hamburg nicht vorkommen können,
- dass aber bayerische Briefmarken nicht nur von der "Königlich Bayerischen Feldpost" sondern auch von der "Kaiserlich Deutschen Feldpost" im ersten Weltkrieg als gültige Frankaturen angesehen worden sind?

Dankbare Abendgrüße aus Westfalen,

Hans Rummenie
22.05.18, 20:26:27

charly999

(Mitglied)

geändert von: charly999 - 23.05.18, 13:45:58

Hallo Lippe 865,

Vermutung 1 ist korrekt. Bayerische Marken waren nur in Bayern frankaturgültig. Entwertungen anderer Städte im Reichsgebiet sind Zufall; sie kommen auch auf Antwortteilen von Frage/Antwort-Karten vor.

Als die bayerische Armee am 1.8.1914 der Allerhöchsten Ordre seiner Majestät des Kaisers zur Mobilmachung folgte, um die Heimat vor dem Feinde zu schützen, rückten auch die bayerischen FpÄ und -expeditonen schwerbewaffnet ins Feld: Stempel, Formularvordrucke, Stempelkissen und Schreibgerät gehörten neben den Briefmarken der gültigen Freimarkenserie König Ludwig zur Ausstattung.

Im Feldheer waren die bayerischen Marken allgemein gültig und durften überall zusammen mit Marken der Reichspost verwendet werden. Es gibt auch vereinzelte Mischfrankaturen.

23.05.18, 07:33:31
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