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kulemann

(Mitglied)

geändert von: kulemann - 06.02.21, 17:26:29

Ich habe einen kleinen Brief ergattert. Es handelt sich um "eingehende Post" von Bukstehud (Buxtehude) nach "Hohenhorn im Ambte Schwartzenbeck im Lauenburgschen" (Schwarzenbek im Kreis Herzogtum Lauenburg). Handschriftlich datiert 01.04.1749.Zugegebenerweise sind meine Kenntnisse über das Postwesen zu dieser Zeit nahe Null.

Buxtehude gehörte nach Wikipedia damals zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg (später Königreich Hannover) und damit zur "Churfürstlich-Hannoverschen Post".

Weiß jemand, welche Währung zu dieser Zeit dort galt und kann den Taxvermerk - ich lese "3 1/2 und ein Währungszeichen" - erklären ?

Falls einer von Euch sehr viel Zeit hat würde ich mich auch sehr über eine Entzifferung von Inhalt, Adresse und Absender freuen, die ich nur teilweise erschließen kann.

Burkhard






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Freue mich über jeden Beleg für meine Heimatsammlung: (Hamburg-)Bergedorf und Kreis Herzogtum Lauenburg von Vorphila bis heute. (Alte PLZ alle 205x und 241x sowie einige 2000 (nicht Hamburg), 2061, 2071, 2401, DDR 273x und DDR 282x).
06.02.21, 17:23:41

iceland10

(Mitglied)

Burkhard,

der falsche GÜLZOW KOS ist der dir auch schon einmal unter gekommen?

Gruß
ice
06.02.21, 18:25:43

kulemann

(Mitglied)

Nein, ich kenne nur Deinen Beleg. Den hattest Du, glaube ich, auf Deiner Homepage schon einmal vorgestellt.

Burkhard

Freue mich über jeden Beleg für meine Heimatsammlung: (Hamburg-)Bergedorf und Kreis Herzogtum Lauenburg von Vorphila bis heute. (Alte PLZ alle 205x und 241x sowie einige 2000 (nicht Hamburg), 2061, 2071, 2401, DDR 273x und DDR 282x).
06.02.21, 19:15:02

CMN2014

(Mitglied)

geändert von: CMN2014 - 07.02.21, 04:04:28

Zitat von kulemann:
...
Weiß jemand, welche Währung zu dieser Zeit dort galt und kann den Taxvermerk - ich lese "3 1/2 und ein Währungszeichen" - erklären ?
...


Hallo Burkhard,

beim Stöbern für meine Heimatsammlungen stoße ich zumindest in der Numismatik immer mal wieder über "Gute Groschen" von Braunschweig.
Das wäre dann zumindest in der Numismatik, lt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Guter_Groschen

Zitat:
Eintheilung der Braunschweigischen Müntzen.
1 Rthl. hat 24 gute Groschen oder 36 Marien-Groschen.
1 guter Groschen hat 12 Pfenning.
1 Marien-Groschen hat 8 Pfenning.


"Rthl" ist "Reichsthaler".
Das deckt sich mit dem, was man z.B. bei Ebay in der Numismatik für Braunschweig-Lüneburg zur fraglichen Zeit an Angeboten findet.

Ob dort in diesen Währungen auch postalisch gerechnet wurde, weiß ich allerdings nicht.

Lauenburg hat sich ja 1726 dem Lübischen Kurantfuß angeschlossen, in welchem (immer noch Numismatik) ja auch mit der Scheidemünze "Schillinge" gerechnet und bezahlt wurde.
s. hier, ziemlich weit unten: http://www.hagen-bobzin.de/hobby/muenzverein_wendisch.html

Und jetzt der Zirkelschluss: Genau das hinterfragte Währungszeichen kenne ich aus meiner lübschen Heimat.
Sieht mir aus wie "ß", das Zeichen für Schilling.

Gruß
07.02.21, 03:53:05

kulemann

(Mitglied)

geändert von: kulemann - 07.02.21, 17:43:25

Hallo Christian,

danke! Ja, an die Schilling habe ich auch schon gedacht. Dann wäre der Vermerk erst im Lauenburgischen angebracht worden. Aber so ganz ohne Grundwissen ist es eben schwierig. Porto- und Entfernungstabellen finde ich immer erst ab 1814.

Vielen Dank auch für den interessanten Link!! So etwas hatte ich gesucht, aber nicht gefunden.

Mal sehen, ob es auch für diese Zeit einen Experten gibt.

Herzliche Grüße
Burkhard

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07.02.21, 17:30:47
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