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Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo Hans,

wie du richtig vermutest, ist das nur eine wirklich schlechte Stempelfälschung.

Die Typen sind nie so krumm, wie hier zum Beispiel das "U", Stempelfarbe ist nicht nur tiefschwarz oder nicht vorhanden und der Kreis ist beim echten Stempel wirklich rund.

Wenn du die Marke schräg gegen das Licht hältst, sodass die Farbe des Falschstempelabschlags reflektiert, ist der Abschlag dann tiefschwarz oder glänzend oder in etwa, wie die Marke? Sieht man unter einer 10fach Lupe vielleicht einzelne Pixel oder scheint es gestempelte Farbe?

Wie auch immer, ist das kein Abschlag, an dem es irgendwelche Zweifel geben kann.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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27.11.19, 15:46:16

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

ich möchte noch darauf hinweisen, dass genau diese Fälschung seit dem 30.8.2010 in der Stempeldatenbank als falsch, von mir, hinterlegt ist. Den Stempelabschlag war der 45.654 Abschlag. Heute sind wir fast bei 700.000!

Die Abschläge könnten von einem geätztem Gummistempel stammen. Es gibt Unterschiede im Stempelbild. Alternativ könnten es auch Drucke einer überarbeiteten Bilddatei sein. Bei deinem Abschlag sieht die "6" aus der "26" so aus, als wäre eine 5 übermalt worden. Auf meinem Abschlag sieht es eher nach "6" aus.

Insgesamt ist der falsche Abschlag bisher 3 x mal in der Stempeldatenbank hinterlegt. Lade deine Marke bitte auch als falsch dazu.







Dateianhang (verkleinert):

 TT-K1_Hambug-26-2-falsch-1867-02-26--2010-08-30.jpg (192.66 KByte | 2 mal heruntergeladen | 385.31 KByte Traffic)


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

27.11.19, 16:09:36

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 27.11.19, 17:27:34

Hallo Jürgen,

nachstehend ein Abschlag mit Datum vom 22.3.1867 auf einer MiNr. 46 (links unten ist noch ein wenig vom sonst abgeschnittenen Durchstich zu erkennen).

In der Stempeldatenbank befindet sich u.a. ein echter Abschlag vom 21.3.1867

Als was darf ich Deiner Einschätzung nach den hiermit hinterfragten Stempel hochladen, als ein echtes oder als ein falsches Stempelchen?

Beste Grüße
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 HAMBURG-1867-03-22_001.jpg (954.97 KByte | 8 mal heruntergeladen | 7.46 MByte Traffic)

27.11.19, 17:15:36

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 27.11.19, 18:13:10

Hallo Jürgen,

schau doch einmal, kleines stampsteddy hat ein Vergleichsbild erstellt.

Links die hinterfragte Marke, in der Mitte die von Dir in der Stempeldatenbank hinterlegte und rechts ein weitere Marke von mir. Letztere Datum vom 24.5.1867 (im Mai wurde die Monatsziffer oftmals so abgeschlagen).

Jetzt bin ich ganz gespannt auf Deine Meinung. Vielleicht deckt sie sich sogar mit meiner? Oops, habe meine Meinung ja noch gar nicht kundgetan.

Also ich sehe ein echtes Stempelchen vom 22.3.1867. Du auch?

Beste Grüße
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 HAMBURG_Vergleich.jpg (1.07 MByte | 13 mal heruntergeladen | 13.92 MByte Traffic)

27.11.19, 18:11:35

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

irgendwie, müssen wir hier doch einmal zu Potte kommen.

Die Marke habe ich vor einigen Jahren zur Prüfung an Herrn Sem gesendet. Das Prüfungsergebnis lautet auf FALSCH = Ganzfälschung.

Daraufhin war ich verwirrt und hinterfragte bei Herrn Sem sein Prüfungsergebnis.

Die Antwort war: guter Falschstempel und Durchstich abgeschnitten, um eine MiNr. 27 vorzutäuschen. Daher als FALSCH signiert.

Selbstverständlich kam danach bei mir die Frage auf, warum sollte sich jemand die Mühe geben, einen guten Falschstempel herzustellen, um dann eine billigere Marke vorzutäuschen?

Das ergibt = null Sinnhaftigkeit.

Die Marke habe ich mir jetzt jahrelang im Vergleich mit anderen in Hamburg gestempelten angesehen und ich finde bis heute keinen Ansatz, um eine Stempelfälschung zu argumentieren.

Jetzt bin ich ganz gespannt, ob Jürgen einen Ansatz findet? Aus den letzten Jahren kenne ich seine Arguementationen für falsch oder echt und ich wüßte nicht, wo er ansetzen wollte, ohne Gefahr zu laufen, sich einer Gegenargumentation, sinngemäß seiner Lehren, entgegengesetzt zu sehen.

Beste Grüße
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 HAMBURG-1867-03-22_003.jpg (739.83 KByte | 12 mal heruntergeladen | 8.67 MByte Traffic)

27.11.19, 21:59:40

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

hier ein weiterer Vergleich.

Nun habe ich eine von Herrn Glasewald signierte MiNr. 37 in das Vergleichsbild eingefügt. Die Marke zeigt das Stempeldatum "18/3" (vermutlich 1867).

Der Abschlag vom 22/3 1867 zeigt keinerlei geometrische Abweichungen, zu den Vergleichsabschlägen. Selbst kleinste Details, stimmen überein. Die Pigmentierung der Stempelfarbe passt auch. Der Abschlag wirkt nur zarter und sauberer, als bei den Vergleichsabschlägen. Das macht diesen aber noch nicht zu einer Stempelfälschung und mit welcher Art von Stempelimitation, sollte hier gefälscht worden sein?

Mir geht es nicht darum, einen bedauerlichen Prüfungsunfall zu präsentieren, der bestimmt zugleich nur einen bedauerlichen Einzelfall darstellt. Mir geht es um das Prinzip der Stempelprüfung bzw. dem Erkennen von Echtheits- oder Falschheitsmerkmalen, als auch Sicherheit hierüber zu erlangen. Sind die Vorgaben falsch, werden aber als richtig verstanden, gelangt der Nächste auch zu falschen Beurteilungen.

Beste Grüße
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 HAMBURG_Vergleich_002.jpg (1.04 MByte | 10 mal heruntergeladen | 10.42 MByte Traffic)

28.11.19, 10:05:25

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 29.11.19, 06:22:31

Hallo,

bei Stempelabschlägen Echtheitsmerkmale zu suchen, ist vergleichbar mit einer Suche nach Plattenfehlern.

Bei einer Buchdruck-Platte spricht man vor allem dann von einem Plattenfehler, wenn sich das druckende Schriftmetall an einer (oder mehreren) bestimmten Stelle(n) vertieft hat und nicht mehr mitdruckt.

Ein Handstempelgerät, ist zu einer Buchdruck-Platte vergleichbar. Durch Abnutzung kommt es in der Regel zu Vertiefungen an verschiedenen Stellen. Je nach Härte der Unterlage (im Insbesonderen bei weichen Unterlagen), auf die gestempelt wird, als auch der Kraft, die beim Abschlag angewendet wird, sowie konkreter Verkantung des Stempelgerätes beim Aufprall, kann es sein, dass die vertiefte Stelle wieder etwas oder sogar gänzlich mitabdruckt.

Im angehängten Vergleichsbild drei Marken, welche Abschläge zeigen, die mit vergleichbarer Kraft auf vergleichbar harter Unterlage abgeschlagen wurden. Dabei wieder besagte MiNr. 46, bereits gezeigte MiNr. 37 und nun neu eine MiNr. 39

Mit Pfeilen habe ich vertiefte Stellen markiert. Der rechte Aufstrich des "U" in "HAMBURG" druckt bei vielen echten Abschlägen kaum oder nur in geringerer Dunkelheit der Stempelfarbe ab. Unterschiedliche Helligkeiten von Stempelfarbe im Stempelbild, können für verschiedene Höhen des druckenden Metalls im Stempelgerät sprechen. In der rechten unteren Kurve von dem "U", zeigt sich eine Vertiefung, sprich eine Stelle, die fast nie mitdruckt.

Eine weitere vertiefte Stelle finden wir oben auf dem rechten Balken vom "H" in "TH.". Die dort im Stempelgerät vorhandene Serife, druckt nur unvollständig oder gar nicht mit.

Zeigt der Abschlag echte Quetschränder und typische Stempelfarbe, spricht Jürgen von nicht imitierbaren Echtheitsmerkmalen und dies entspricht auch meiner Sichtweise. Mit einem geätzten Stempelklischee, ist ein solcher Abschlag nicht erfolgreich nachstellbar und der Aufwand, an der Werkbank ein Stempelgerät herzustellen, würde in keinem Verhältnis stehen und scheitert in der Regel an der unbekannten dritten Dimension.

Alle drei nachstehend gezeigten Abschläge, stammen vom selbigen Stempelgerät, sind echt und zeitgerecht angebracht.

Beste Grüße
Markus
Dateianhang (verkleinert):

 HAMBURG_Vergleich_003.jpg (1.02 MByte | 5 mal heruntergeladen | 5.11 MByte Traffic)

29.11.19, 06:20:49

Oberlausi

(Mitglied)

Zitat von Lippe865:
Hallo TT-Forum,

kann dieser eigentlich zu schöne Abschlag "HAMBURG. TH. & T. 26 2 5N-6N" auf einer Thurn-und-Taxis Michel-Nr. 18 echt sein? Der Stempeldurchmesser ist 22 mm. Ich habe erhebliche Zweifel, kenne mich aber bei Thurn-und-Taxis nicht aus.

Zum Vergleich hier das Stempelgerät in der Datenbank:
https://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php?stempel_id=93910

Nächtliche Grüße aus Westfalen in die Freie und Hansestadt Hamburg und anderswohin,

Hans Rummenie


Hallo Herr Rummenie,

der von Ihnen gezeigte Stempel zeigt (ohne Wertung weiterer Merkmale) im Vergleich zu den von Stampsteddy gezeigten Anschlägen rechts ein etwas vergrößertes N, das zudem nach links gedreht wirkt. Bei den als echt anzusehenden Abschlägen ist für mich das N gleich groß, und steht wie das andere N in der Senkrechten.

Viele Grüße

oberlausi
29.11.19, 09:18:47

MACKAS

(Mitglied)

Hallo,

kann mir jemand bei der Zuordnung dieses TT-Stempels behilflich sein, der bisher in der Datenbank noch nicht angelegt ist.

K1- Rinteln 29/06/1855

Meine passende Literatur ist gerade nicht verfügbar.

Grüße aus Kassel, Marcus

Dateianhang:

 Rinteln K1 29-06-1855.jpg (47.07 KByte | 0 mal heruntergeladen | 0 Byte Traffic)

03.12.19, 23:57:59

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Marcus,

das ist Haferkamp Nr. 2 aus Rinteln.

Gemäß Haferkamp-Handbuch verwendet von 1852 bis 1858 und hat einen Durchmesser von 21 mm.

Beste Grüße
Markus
10.12.19, 21:44:50
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