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Hallo liebe Teilnehmer,

herzlich willkommen zum neuen Thema DP in Polen - Unterscheidung der Aufdruckvarianten

Versucht beim Schreiben immer sachlich zu bleiben. Drückt euch klar aus, damit jeder Leser versteht, ob ihr Fachwissen teilt oder eure Meinung zu einem Thema sagt.

Verzichtet auf Kommentare über andere Teilnehmer. Kommentiert gerne die Aussagen anderer. Wir wollen über Philatelie diskutieren und nicht über Philatelisten freuen

Wir wünschen viel Freude am Hobby Philatelie!
06.03.19, 00:54:50

Jorore

(Mitglied)

geändert von: Jorore - 06.03.19, 02:27:48

Hallo,


ich traue mich mal, mich als jemanden zu outen, der den unterschiedlichen Glanz der Aufdrucke, speziell einiger Ausgaben der Deutschen Post in Polen im 1. WK, einfach nicht unterscheiden kann. überrascht Der Michel und auch schon das Kohl-Handbuch unterscheiden in matt, glänzend und manchmal auch rußig. Nur kann ich selbst bei geprüften Marken keine Unterschiede erkennen, höchstens an "guten" Tagen, wobei es sein kann, dass ich mir dann nur einbilde, Unterschiede zu ausmachen zu können. Wenn ich irgendeine Marke, bei der ich den Katalogwert für die unterschiedlichen Aufdruckarten nicht im Kopf habe, aus verschiedenen Perspektiven (Aufsicht, Streiflich, Tageslicht, künstliche Lichtquelle, evtl. Scan) versuche zu bestimmen und dann nachschaue, bestimme ich oft die teurere Variante, wie ich nach nachschauen im Katalog feststelle - womit ich aber sehr wahrscheinlich falsch liege, denn diese ist ja viel seltener!

Diesbzgl. habe ich schon vor Jahren im eBay-Briefmarkencafè gefragt und ein sehr netter Sammler hat mir daraufhin unaufgefordert sogar Exemplare der DR 154-57 in beiden Aufdruckvarianten geschickt, damit ich den Unterschied an Originalen kennenlerne. Gebracht hat mir auch das leider nichts, denn ich sah praktisch keine Unterschiede zwischen den beiden Varianten. überrascht

Ein Probelem ist auch, dass die Urmarken unterschiedlich glänzen, man sich davon also nicht beeinflussen lassen darf. Aber selbst wenn ich mich nur auf die Aufdrucke konzentriere, wirken sie manchmal - je nachdem, wie ich sie gegen das Licht halte - mal glänzend, mal matt. Was genau in dem Zusammenhang "rußig" bedeutet (eventuell ungleichmäßiger Auftrag oder Partikel deutlich sichtbar?) weiß ich auch nicht, wird weder im Kohlhandbuch noch im Michel erklärt.

Langer Rede kurzer Sinn: gibt es irgendwelche Tricks, wie man die Aufdruckvarianten unterscheiden kann? Reagieren sie unter UV eventuell unterschiedlich? Oder sollte man nur unter bestimmten Tageslichtkonstellationen vergleichen? Große, hochauflösende Scans, die ich mal von einigen Marken gemacht habe, halfen mir bisher auch nicht weiter.

Die Unterscheidung zwischen matt, glänzend und rußig betrifft nicht nur dieses Sammelgebiet, aber da die Besetzungsausgaben des 1. WK zu meinen Spezialgebieten zählen und ich es grade hier besonders ärgerlich finde, dass ich zu einer Unterscheidung unfähig bin, stelle ich die Frage bewusst in diesem Teil des Forums (von mir aus kann der Thread auch gerne in eine allgemeinere Kategorie verschoben werden).

Danke im Voraus für Ratschläge!
Grüße
Romano
06.03.19, 00:55:50

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

die Ausgabe ist leider nicht mein Gebiet. Eine sichere Unterscheidung wird es aber ohne Zweifel geben freuen

Damit jeder weiß, was gemeint ist, hier ein Bild von drei Werten mit mattem Aufdruck. Ich habe sicher ein paar Originale in beiden Varianten, muss die aber erst finden. Zum Vergrößern anklicken.



Hier mit glänzendem Aufdruck:


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

06.03.19, 01:58:26

Jorore

(Mitglied)

Hallo Herr Kraft,

danke für die Belege! Ich werde mich bemühen morgen (bzw. heute) noch ein paar geprüfte Marken zu scannen und hochladen, bei denen ich trotzdem nicht dem Unterschied der verschiedenen Aufdrucksvarianten erkennen kann.
06.03.19, 02:50:41

briefmarken-raschke

(Mitglied)

hab mal ein Bild vom 9a,b,c gemacht unterscheidet sich erst mal
an der Farbe der Urmarke und c ist rußig ganz dunkelschwarz.
9a+b ist Plattendruck,c = walzendruck.
Dateianhang (verkleinert):

 156-54.jpg (839.1 KByte | 18 mal heruntergeladen | 14.75 MByte Traffic)

06.03.19, 12:45:11

Jorore

(Mitglied)

geändert von: Jorore - 06.03.19, 23:46:09

Vielen Dank für den Scan! Die unterschiedlichen Farben kommen sehr gut rus, wobei ich bei der 7 1/2 Pfennig erstaunlicherweise nur Probleme bei der Abgrenzung von b z c habe. Wobei die a-Farbe auch schon mal so dunnkel wirken kann wie eine b-Farbe, s. das als a geprüfte Breifstück unten.

Leider erkenne ich zwischen den Aufdrucken keine signifikanten Unterschiede, außer dass der Aufdruck auf der 9c deckender zu sein cheint. Was aber vermutich nur mit dem frischen Farbauftrag bei der Druckplatte zusammenhängt?

Auf dem zweiten Scan in der Mitte eine geprüfte 6b (matter Aufdruck), links eine wahrscheinliche a (glänzender Aufdruck, ich traue dem Prüfzeichen nicht ganz, aber es wäre zu kurios, wenn eine teurere b ein gefälschtes Prüfzeichen für eine billige a trüge), rechts noch eine Marke aus meiner Stempelsammlung, bei der ich eben unter künstliche Streiflicht den Eindruck hatte, der Aufdruck se eher wie bei der b, also matt.

Unten (auf Steckkarte, wollte die ** lieber nicht direkt auf den Scanner legen) noch eine geprüfte postfrisch 7a (glänzend) rechts, links wohl eine a, aber ungeprüft, jedoch habe ich die beiden wohl mal als Vergleichsstücke für a- und b-Variante gekauft und stellte dann fest, dass die billige Sorte leider nicht geprüft war. Gestempelt habe ich ärgerlicherweise wieder keine signierte a gefunden (wo sind die nur geblieben? :confused:) Ich erkenne offen gestanden zwischen den beiden Aufdrucken der Nr. kaum Unterschiede, auch nicht unter natürlichem Licht oder beim Betrachten des Scans (die Klemmstreifen mögen aber hinderlich sein). Je nachdem wie ich sie halte, kommen sie mir manchmal auch beide glänzend oder beide matt vor.

Grüße
Romano
Dateianhang (verkleinert):

 polenr9ag.jpg (613.09 KByte | 2 mal heruntergeladen | 1.2 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 DPPol6aub.jpg (1.26 MByte | 5 mal heruntergeladen | 6.32 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 DPPol7aub.jpg (887.69 KByte | 5 mal heruntergeladen | 4.33 MByte Traffic)

06.03.19, 23:44:51

Count

(Mitglied)

Ich klinke mich hier mal ein, weil ich die gleichen Probleme habe. Da ich neben den Besetzungsausgaben auch Inflation sammle, wird es bei den Ausgaben noch heftiger, denn da kommen die Aufdruckfarben mattglänzend und stumpf hinzu.

Günter Bechtold gibt in seinem Buch über die Markwerte der Germania (Infla-Bücherei Band 66-3) zwar ein paar Hinweise (Betrachtung im Schräglich, Verwenden einer Lupe mit 6- bis 8-facher Vergrößerung), aber in der Praxis bin ich damit noch nicht zu einer sicheren Unterscheidung gekommen.

Ich habe mich jetzt eine Weile nicht mehr mit dem Thema beschäftigt, aber ich werde bei Gelegenheit mal einen anderen Ansatz verfolgen und die Begriffe nicht nur im Hinblick auf Lichtreflexion sondern auf die Eigenschaft der Farbe im Wortsinn betrachten.

Dazu formuliere ich jetzt einfach mal ein paar Beschreibungen, wie ich mir die Farbe aus der Bezeichnung vorstellen würde:

Rußig: Kräftiges Tiefschwarz ohne Glanz
Matt: Weniger kräftiges und weniger tiefes Schwarz ohne Glanz
Glänzend: Weniger kräftiges und weniger tiefes Schwarz mit Glanz
Stumpf: Ähnlich rußig, aber vielleicht nicht so kräftiges oder weniger tiefes Schwarz
Mattglänzend: Irgendwo zwischen matt und glänzend

Wenn das so ungefähr zuträfe, müssten sich die Marken auch unterscheiden lassen. Sowohl die Inflamarken als auch die der Besetzungsgebiete.
10.06.19, 16:41:30
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