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Werner P.

(Mitglied)

Danke für Deine Ausführungen, Jürgen. Die UV-LED-Lampen sind interessant - kenne ich noch gar nicht. Vermutlich auch billiger als die Benda/Herolab und Konsorten.

Was das bläuliche Verfärben angeht: Du hast sicher Recht. Beim nochmaligen Betrachten fällt auf, dass die weißen unbedruckten Ränder nur schwach bläulich eingefärbt sind, bei durch Kuverts verfälschten Marken würde das sicher dunkler bläulich sein.

Was die van Loo-Methode angeht: Ich halte sie schon für plausibel. Man filtert ja die Farben auf einen sehr "engen" Farbwert. D.h., z.B. ein Blau mit relativ minimaler anderer Pigmentierung/Farbzusammensetzung lässt sich so relativ krass von einer anderen unterscheiden. Indem alle "störenden" Farben rausgefiltert werden und die zu betrachtende Farbe auf ein schmales Band gefiltert wird. Hat man nun im gleichen Scan mehrere Vergleichsobjekte, sind m.E. Unterschiede schon weitaus deutlicher zu machen, als mit bloßem Auge sichtbar. Sehr gut geht das beispielsweise mit der 55 Cent "Alte Oper Frankfurt" - von der es ja für Spezialisten mindestens 3 Farben gibt.
06.04.17, 14:34:35

kontrollratjunkie

(Mitglied)

Zitat von Juergen Kraft:

Die Marken reagieren nicht blau, sondern "bläulich" im direkten Vergleich mit der Gruppe "rötlich". Die Marken sind sicher nicht verfärbt. Sie stammen überwiegend von eher gelben Paketkarten und ich habe die meisten der Marken optimal gewaschen. Die ungebrauchten reagieren ebenfalls so wie die gestempelten. Ich muss nur neue Bilder machen.

Zurück zur 8 Pf. Hier im Bild nun einfach unter UV-366nm oben a - aa -a und unten b - c - a

Die aa, b und c sind sign. Arge, Bernhöft. Schon an den Beispielen wird das erste Problem klar. Die teure "c" sieht der "a" oben links sehr ähnlich, wie soll man die abgrenzen?
Offensichtlich drängt sich auch noch eine Frage auf, warum unterscheiden sich "aa" und "b" so wenig? Eine Antwort könnten gestempelte Marken geben. Die muss ich aber erst zum prüfen senden. Eine Sache kann man aber vorweg nehmen. Die "b" soll im Tageslicht (dunkel)zinnober sein statt orangerot, wie die anderen. Das sollte man sehen können. Zusätzlich ist bei den UV-Farben angegeben, dass die a und aa rot, karmin und orangerot sein sollen, die b aber hellorange. Das hieße ohne rot. Schaut auf das Bild. Eine Tendenz ist da, aber wirklich nur Orange? Allerdings gibt es auch "b" die leuchten wie verrückt. Die zeige ich auch noch.


Das Thema Farben ist bei der ersten Einheitsausgabe sicher abendfüllend. Es gibt soviele unterscheidbare Varianten, dass man sich seinerzeit auf die deutlichsten und auffälligsten verständigt hat und diese zu Katalogfarben erklärt hat.
Gerade bei der 8 Rpf (917) habe ich persönlich wenig Probleme bei der Unterscheidung an originalem Material. Am besten ist die parallele Betrachtung sowohl unter UV, als auch unter Tageslicht. Die deutlichen Reaktionen der aa- und b-Farbe unter UV lassen sich auch unter Tageslicht abgrenzen, weil die Farben deutlich unterschiedlich wirken.
Die c-Farbe braucht eigentlich keinen UV-Beschuss, sie wirkt vom Farbeindruck unter Tageslicht regelrecht schmutzig / körnig, wie sehr nachlässig gedruckt.
Und für den a-Farbtopf gilt wie bei allen Farben dieser Serie, dass hier ein großes Sammelsurium von Tönen und Varianten vereint ist. DIE a-Farbe existiert gar nicht.

Beste Grüße
Rüdiger
06.04.17, 17:04:14

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo Rüdiger,

danke erst einmal für deinen Hinweis zu der 917. Bevor ich mit Bildern weitermache eine Frage vorweg, die sich später noch stellt. Du schreibst, die "b" könne man aufgrund der UV-Reaktion abgrenzen. Ich habe geprüfte Marken (die gestempelte im Bild), die lassen sich nicht so einfach abgrenzen. Sehen wir uns die Bilder an. Da die "d" unter UV praktisch nichts hergibt, betrachten wir die Farbnuance später separat. Jetzt zu den anderen Farbtönen.

Es geht los mit einem Scan. Die Bilder mache ich nicht zu groß, damit nicht durch unterschiedliche Lagen am Monitor unterschiedliche Farben entstehen. Die beiden Randstücke links sind "a" Farbe. Oben mehr orange, unten mehr rot. Unter UV aus der bläulichen Gruppe, in dunklem karmin. In der Reihe oben und unten folgen dann jeweils eine "aa" und eine "b". Die zweiten Marken untereinander sind also beide "aa". Auf dem Scan könnte es so aussehen, als wäre die gestempelte "aa" oranger als die "b". Die Marke ist aber nur heller. Tatsächlich ist sie etwas mehr rot als die geprüften "b" und das gibt wohl den Ausschlag. Unter UV reagiert sie durchaus wie eine "b". Die "aa" ist aber die billigere und weil wohl noch zu rot im Tageslicht, eben keine "b". Wären die Marken teurer, gebe es sicher auch Befürchtungen, es könnten Fehlprüfungen sein. In der dritten Reihe zwei "b" in minimal unterschiedlichen Nuancen. Unter drei Wellenlängen UV sehen beide "b" gleich aus. Das waagrechte Paar ganz rechts auf dem Bild leuchtet wie verrückt. Eigentlich damit ein klarer Kandidat für "b". Da auch der Scan das deutlichste Orange zeigt, sage ich einfach einmal "b". Von der Arge geprüft ist die Marke noch nicht.



Hier noch die Rückseiten der signierten Marken:


Kommen wir zu einem UV-Foto mit zunächst 405nm. Die beiden "b" sind nicht wirklich gut von den "aa" zu unterscheiden. Sie sind einen Hauch bräunlicher, weil einen Hauch weniger Rot. Das gestempelte Paar leuchtet aber ziemlich kräftig. Die beiden "a" leuchten im normalen Karminbereich. Es gibt eben auch einen roten Bereich, aber deutlich dunkler als die "aa".



Hier noch mit dem Paar und ohne die "a".



Die Marken unter 366nm Wellenlänge wechseln etwas die Farben, aber im Prinzip bleiben die Unterschiede. Die gestempelte "aa" hat jetzt deutlicher den höchsten Rotanteil der geprüften "aa" und "b".



Hier zum Schluss ein Foto mit UV-Wellenlänge 254nm, mit Weißabgleich. Es sieht auch in etwa so aus, wie die anderen UV-Fotos. Die UV-Farben im Michel beziehen sich auf 366nm, deshalb sollte man das auch nehmen. Lediglich zur Kontrolle der Abgrenzungen könnten Hinweise aus anderen Reaktionen entnommen werden.


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

06.04.17, 19:11:21

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

für jeder der Kontrollrat Ziffernausgaben gibt es jetzt ein Thema. Darin soll es für jede Marke, bei der Farben als Unternummern katalogisiert sind, ein Unterthema zu den Farben geben. Was fehlt, lege ich noch an. Die Beiträge zu den anderen Nummern verschiebe ich dann auch noch in die neue Themenstruktur.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

05.11.19, 19:45:42

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier noch ein paar Informationen zur 8 Pf. Kontrollrat, Ziffern. Ich habe neue Scans und Fotos gemacht und nun ist auch die 917c dabei. Basis sind etwa 10 postfrische Bogen in "a" und "b" und etwas mehr als 1500 lose gestempelte Marken, oft von Paketkarten.

Werfen wir einen Blick auf die Katalogisierung im Michel Spezial, die wohl der Katalogisierung der Arge entspricht.

Als Tageslichtfarbe finden wir bei "a", "aa" und "c" orangerot. Bei "c" soll es wohl genau die Farbe sein, bei "a" und "aa" steht noch "Töne" in Klammern. Ich habe postfrische, Arge signierte "c", die sind exakt lebhaftorangerot. Zumindest der Farbton stimmt also wirklich exakt. Ich habe auch noch drei ungeprüfte in dem Ton. Die sind etwas dunkler und eine davon ist wirklich fast orangerot nach Michel-Farbenführer 38. Auflage und noch näher an 37. Auflage. Die Marken sind auf den Bildern mit 917? beschriftet.

Die "a" Töne sind unterschiedlich hell und können auch leicht in Richtung zinnober oder zinnober rot tendieren. Als UV-Farbe ist "rot bis karmin" angegeben. Das triff zu, allerdings in extrem unterschiedlicher Helligkeit. Es geht von leuchtendem rot bis tiefweinrot und bei karmin ebenso.

Die "aa" kann man dadurch abgrenzen, dass weniger Blauanteil in einem hellorangerot bis zu einem orangerot enthalten ist. Helle Rottöne einer "a" können fast so leuchten wie dunklere "aa" Töne in orangerot. Es könnte da fließende Übergänge geben.

Die "b" ist am einfachsten abzugrenzen. Die Farbe der "b" ist zinnober und die Schwankungen zwischen hell und dunkel sind gering. Unter UV-366nm ist die Reaktion hellorange, also weniger rot, als "aa".

Die "c" ist blasser als alle anderen Töne. Es wirkt wie ein Hauch von graubraun, der dazu gekommen sein muss. Als Hilfe kann auch dienen, dass die "c", wie sonst nur die "b" ausschließlich als Plattendruck vorkommen. Die "a" Varianten gibt es als Plattendruck und Walzendruck. An losen Marken kann man es nicht immer sicher beurteilen, aber oft. Der Plattendruck ist etwas sauberer. Dadurch wirken manche weißen Teile des Bilds aus breiter. Die UV-Reaktion wird bei Michel mit "bräunlichkarmin" angegeben. Unter meiner exakten UV-366nm (Desaga) ist die Reaktion eher lebhaftbraunrot. Die Farbe ist nicht wirklich dunkel und es gibt einen deutlichen Braunanteil.
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J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

09.11.19, 19:59:11
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