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Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von diogenes:
Danke - hattest du das sRGB zugewiesen oder (vermutlich) konvertiert, und mit rel. farbmetrisch? Frage das nur, weil es ja "best practice" werden könnte auf diese Weise. Du und Jürgen hattet ja immer wieder gute Erfahrungen mit dem ColorMatch RGB (weiß auch nicht warum das so ist, viell. liegt der Epson sRGB doch ein bisschen anders als das IEC sRGB), also könnte man das ja so machen, dass man danach eben in sRGB (IEC) konvertiert, am ehesten wohl mit rel. farbmetrisch.
Ich will hier gar nicht wieder zum Scanner-Thread ausbrechen, aber es war mir nur nicht klar, wie der Scan zustande kam.


Hallo diogenes,

konvertiert wird im optimalen Arbeitsfluss gar nichts. Genau der Punkt oder der Einsatz guter Fotoprogramme wie Gimp oder Photoshop, bergen die Gefahr, dass die Binärwerte in der JPG-Datei verändert werden und bei der Verarbeitung dieser Werte, die stehen so in der Datei, falsche Farben herauskommen.

ColorMatch war nur ein Zwischenschritt der Tests, wie man zu reproduzierbaren, möglichst farbtreuen Scans kommt. Der aktuell beste Möglichkeit muss ich immer und immer wieder schreiben, weil immer wieder der Eindruck erweckt wird, wir wären noch auf der Suche nach irgend einer optimalen Einstellung.

Man nehme einen Epson-Photo-Perfection-Scanner der Modellreihe zwischen V500 bis V850. Man nehme ausschließlich die original EpsonScan-Software im Profimodus. Die Software liegt dem Scanner bei und kann im Internet auf die neueste Version aktualisiert werden.

Je nach Modell gibt es geringe Unterschiede in der Software. Gleichbleibend ist, unter der Maßgabe, möglichst wenige unterschiedliche Programme zu verwenden und kein Geld dafür ausgeben zu müssen, aber trotzdem eine hervorragende Qualität zu erhalten, die Einstellung bei Konfiguration im Reiter "Farbe" der Punkt bei ICM Bildschirm-RGB.

Nach einem Druck auf den Button "scannen" findet man unter dem Button "Optionen" einmal "Qualität", die sollte man auf Hohe Qualität stellen und den Haken bei "ICC-Profil einbetten" setzen. Die letzten Einstellungen werden wohl automatisch gespeichert, können aber auch unter einem Namen explizit gespeichert werden. Gespeichert wird als JPG und für eben problemlos reproduzierbare Werte, 24bit (3 x 8bit) = 16,7 Mio. Farben.

Wer Farbfelder analysieren und speichern möchte, sollte die Farbfelder innerhalb von XnView ausschneiden und speichern. Egal ob mit oder ohne ICC-Profil werden bei den vorstehenden Einstellungen die Farbwerte aus der JPG-Datei korrekt ausgelesen.
Dateianhang:

 Epson-Scanner-Einstellungen-1.jpg (144.03 KByte | 0 mal heruntergeladen | 0 Byte Traffic)


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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28.08.20, 22:25:25

stampsteddy

(Gast)

Hallo Jürgen,

nach meiner Überzeugung müssen wir unterscheiden, zwischen Dateien, die einerseits zur Darstellung taugen und andererseits zur Auswertung nach Farbwerten bestimmt sein sollen und für viele reproduzierbar sind.

Es ist faktisch nicht möglich, mit IEC sRGB, wenn dieses als Bildschirm-RGB hinterlegt ist, nahezu realitätsnah darzustellen und bitte versuche mir nicht wieder einzureden, ich könnte nicht unterscheiden, welche Dateien nachezu realistische Farben darstellen.

Beste Grüße
Markus
28.08.20, 23:30:26

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo Markus,

du bist der Meinung, dein Monitor würde die Farben zeigen wie mein Monitor. Ich bin allerdings kein Hellseher, aber sicher, dass mit deinen Einstellungen an deinem Monitor die Farben so aussehen, wie du sie auch auf den Originalmarken sehen kannst.

Das ist doch alles unbestritten. Wenn du aber nach den Dateien Farbfelder mit meinem Programm erzeugst, werden die Vergleiche nicht reproduzierbar sein.

Meinen Monitor habe ich zur Augenschonung dunkler gestellt, als die kalibrierte Standardeinstellung wäre. Daher sehe ich die unten angehängten Bilder auch etwas flau und dunkel. Die Bilder kann ich aber genau so immer wieder reproduzieren, so wie du und jeder andere, der einen der beschriebenen Epson-Scanner hat und die beschriebenen Einstellungen verwendet.

Mir geht es nicht darum, ein maximal natürliches Bild für meine Augen und meinen Farbeindruck auf die Einstellungen meines Monitors zu optimieren, sondern um reproduzierbare Ergebnisse.

Wenn ich sehen will, wie die Marken im Original aussehen, sehe ich mir die Marken im Original an. Wenn ich in 10 Jahren andere Marken damit vergleichen will, werde ich wieder die dunklen, flauen Scans machen und dann die Scans miteinander vergleichen.

Die Bilder unten im Anhang zeigen auch eine seltsame Eigenschaft. Darauf sehen die Altprüfungen irgendwie korrekt aus. Vielleicht haben sich in der Zwischenzeit die Lichtverhältnisse geändert, Marken verfärbt oder was auch immer. Ich werde morgen noch einmal mit dem Spektroskop über die Marken gehen und die Ergebnisse zeigen.

An den nicht für meinen Monitor, direkt vor mir, angepassten Farben kann ich jedenfalls 85IIa, 85IId und 85IIe nachvollziehen. Vor mir habe ich ja zwei Monitore stehen. Auf meinen Software-kalibrierten LG-Monitor neben mir, sehe ich die Farben aus der Anlage im übrigen hell und kontrastreich. Den Monitor habe ich nicht besonders dunkel eingestellt.

Ich kann ja noch ein Foto davon machen und danach auch noch anhängen.
Dateianhang (verkleinert):

 Epson-Bildschirm-RGB-Struktur-Foto-24bit-2400dpi-DR85II-a-d-e-011-85P-1900pxh.jpg (1.28 MByte | 6 mal heruntergeladen | 7.7 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 Epson-Bildschirm-RGB-Struktur-Foto-24bit-2400dpi-DR85II-a-d-e-010-1900pxh-85P-rs.jpg (856.93 KByte | 4 mal heruntergeladen | 3.35 MByte Traffic)


J. Kraft
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29.08.20, 00:07:19

stampsteddy

(Gast)

Hallo Jürgen,

den Kompromissvorschlag habe ich doch in meinem Beitrag gemacht.

1) im Forum möchte ich Bilder von Marken zeigen, die der Realität nahe kommen. So hat jeder einen Nutzen davon.

2) in die Farbdatenbank lade ich aber solche Dateien zur Auswertung hoch, die für jeden der besagten Epson-User reproduzierbar sind. So hat die Allgemeinheit auch einen Nutzen davon.

Beste Grüße
Markus
29.08.20, 00:26:39

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

nur zur Vollständigkeit hier noch das Bild mit zwei Monitoren und den unterschiedlichen Farben darauf. Da ich das Licht ausgemacht habe, ist der Kontrast und die Helligkeit auf dem Foto zu hoch. Die unterschiedliche Darstellung kommt aber gut heraus.

Ich halte auch Umfragen darüber, wer welches Bild, also die Farben bei deinem mehrfach überarbeiteten Bild oder meiner "Rohvariante", natürlicher sieht, für wenig aufschlussreich.

Mir reicht es, dass alle Epson-Scanner mit den gezeigten Einstellungen und der genannten Software, dass praktisch exakt gleiche Bild mit den gleichen Farbnuancen liefern.

Damit haben wir ein Mittel, einem kleinen Kreis von Forenteilnehmern nachvollziehbare Informationen über Farben zu liefern.

In weiteren Beiträgen werde ich mich darauf beschränken, die Farben mit so erstellten Scans, im Vergleich mit dem Michel-Farbenführer, dem Kornerup/Wanscher, dem "Dumont´s Farbenatlas" und dem "großen Küppers Farbenatlas" zu zeigen. Die beiden erstgenannten kosten um 100,-, der "kleine" Küppers mit 5500 Farben hat mich 10,- Euro gekostet, der große keine 50,-.

Damit erhöht sich der Kreis der potenziellen Nutzer ganz enorm. Man braucht dann selbst nämlich gar keinen Scanner, sondern nur einen der Farbenführer.
Dateianhang (verkleinert):

 Bild-Monitore-DR85II-P1000339-03.jpg (793.32 KByte | 13 mal heruntergeladen | 10.07 MByte Traffic)


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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29.08.20, 00:36:47

Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von stampsteddy:
Hallo Jürgen,

den Kompromissvorschlag habe ich doch in meinem Beitrag gemacht.

1) im Forum möchte ich Bilder von Marken zeigen, die der Realität nahe kommen. So hat jeder einen Nutzen davon.

2) in die Farbdatenbank lade ich aber solche Dateien zur Auswertung hoch, die für jeden der besagten Epson-User reproduzierbar sind. So hat die Allgemeinheit auch einen Nutzen davon.

Beste Grüße
Markus


Hallo Markus,

wir drehen und schon fast mit Propellergeschwindigkeit im Kreis. Welche Monitore Forennutzer haben weiß ich nicht. Du gehst davon aus, dass die meisten Nutzer einen Monitor haben, der die Farben so zeigt wie dein Monitor und deren Farbeindruck deinem Farbeindruck entspricht und das die meisten Nutzer Marken in einer Lichtfarbe vor dem Monitor vergleichen, die auch du an dem Platz hast.

Ich bin aber kein Hellseher. Ich gehe davon aus, dass ich keine Ahnung davon habe, welchen Monitor andere Forennutzer haben. Ich habe auch keine Ahnung, ob die selbstleuchtende Darstellung der Farben auf dem Monitor mit etwas vergleichbar ist, was als bedrucktes Papier vor dem Monitor, in der Hand des Nutzers ist.

Du optimierst die Farben zunächst einmal für dich und nicht für das Forum. Dagegen hat, 100% sicher, niemand etwas. Die Scans auch noch in unserem problemlosen Standard zu speichern, könnte immer noch einmal von Vorteil sein, wenn man einmal andere Hardware nutzt.

Fazit: alles ist gut.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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29.08.20, 00:47:54

stampsteddy

(Gast)

Hallo Jürgen,

im linken Monitor ist ein Blaustich im Grau und auch die Helligkeits- und Kontrastwerte sind überdreht.

Auf einem hardwarekalibrierten Monitor sieht der Scan so aus, wie auf Deinem rechten Monitor. Bei mir nicht anders.

Was kann ich dafür, wenn jemand auf einen nicht kalibrierten Monitor mit falschen Helligkeits und Kontrastwerten versucht Marken zu vergleichen?

Beste Grüße
Markus
29.08.20, 01:02:47
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