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Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

eine weitere "Problemfarbe" könnte die 200 Mio. aus dem November 1923 sein.

Die Marke gibt es gezähnt im Platten- und Walzendruck und durchstochen im Plattendruck. Nur im Plattendruck werden zwei Töne unterschieden:

323A Pa lebhaftockerbraun, ockerbraun und dunkelockerbraun
323A Pb olivbraun, dunkelolivbraun (Töne)

Wie kann man diese Marken auseinanderhalten? Wer ein paar verschiedene Marken dieser Wertstufe hat, kann je nach Material, zum Beispiel an einer durchstochenen Marke den Plattendruck sehen und die Farbe ockerbraun.

Da die Unternummern hier nur beim Plattendruck (Bogendruck) vorkommen braucht man nur nach dem kleineren Format des Druckbilds zu sehen. Walzendruck hat ein Bildformat von 18 x 22mm und die Plattendruckmarken nur 17,7 x 21,5 mm. Von Infla-Berlin gibt es Schablonen, die braucht man nur darüberzulegen oder man legt einfach eine 323B (durchstochen) an das Prüfstück. Ist das Markenbild gleich groß, dann hat man einen Plattendruck und kann nach der Farbe sehen.

Da es beide Töne auch in hellerer und dunklerer Nuance gibt, braucht man auch nicht nach der Helligkeit zu schauen. Im Anhang Bilder. Wer bestimmt jetzt die Farben darauf? Eines ist mit den Epson-Standard-Einstellungen gescannt, das andere mit kalibrierter Silverfast-Software. Das Bild trennt die Töne noch etwas besser. Im Bild sind nur Plattendruckmarken. Ich will euch nicht veräppeln.

Noch ein Tipp: die Farbe wird nicht nach der aufgedruckten Wertziffer bestimmt, sondern nach der Korbdeckelzeichnung und dem Rahmen.

P.S. Antworten bitte nicht als PN. Mein Hinweis auf "Problemfarbe" ist schon zutreffend. Wie bei anderen Nuancen dieser Farbe, siehe MiNr. 355a und 355b, müssen wir einmal schauen, wonach man das trennen kann.
Dateianhang (verkleinert):

 DR-323a-b-030-2200pxb-85P.jpg (1.41 MByte | 77 mal heruntergeladen | 108.62 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 DR-323a-b-Silverfast-2200pxb-85P.jpg (1.49 MByte | 48 mal heruntergeladen | 71.37 MByte Traffic)


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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12.12.20, 18:47:52

Nathan

(Mitglied)

Ich versuch das mal:

b-b-b-a-a
a-b-b-a-b
b-b-a

Gruß
12.12.20, 23:26:41

Jens

(Mitglied)

Hallo,

ich schliese mich der Auflösung von Nathan an.
Ich komme zum gleichen Ergebnis.

Ich habe hier auch mal drei Bilder.
Das Rechte mit Plattenfehler "Sprung" in Rosette (HT)

Es müsste a, b? und b sein.

Jens
Dateianhang (verkleinert):

 323 A P a, 323 A P b HT.jpg (1.27 MByte | 4 mal heruntergeladen | 5.08 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 323 A P b HT (01.111923) vorn.jpg (1.05 MByte | 1 mal heruntergeladen | 1.05 MByte Traffic)

13.12.20, 10:37:51

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Jürgen,

hier die Lösung, nach meiner Einschätzung:

a - a - b - a - a

a - b - a - a - b

a - b - a

Die vier von mir als b-Farbe markierten Marken zeigen einen Olivton (grün- und graulastig) und deren Pigmentierung stimmt überein.

Beste Grüße
Markus
13.12.20, 11:47:22

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

bei der Urmarke gibt es insgesamt 4 Varianten 323APa, 323APb, 323AWa und 323B, also diese nach Farbnamen die Farbnuance der "a" Untertöne. Marken in einem Farbton der durchstochenen Ausgabe sollten also immer "a" sein.

Ungebraucht notieren die Marken zwischen 0,20 und 1,20 Euro, also alles billige Massenware! Postfrisch sprechen die Katalogwerte zwischen 0,90 und 3,50 auch nicht gerade für Raritäten. Selbst gestempelt zwischen 2,- und 32,- Euro kaum wert, einzeln angeboten zu werden. Dafür gibt es von den 3,50 Marken postfrisch jede Menge geprüftes Material. Kann es sein, dass bei diesen Billigwerten nicht so genau hingeschaut wird?

Kommen wir zu den Dienstmarken. Die Marke mit dem Schlangenaufdruck als 83a postfrisch 1,40 und gestempelt 200,- und als 83b gar postfrisch 200,- und gestempelt 15.000,-. Da kauft man doch gerne geprüfte Urmarken als Vergleichsstücke. Ob man damit weiter kommt, ist dann allerdings eher Zufall.

Tatsächlich helfen bei der Marke aber die Farbbezeichnungen im Michelkatalog. Im Bild die Farbplättchen aus dem Michel-Farbenführer 37. Auflage. Unterschiede zur 38. Auflage sehe ich mir später noch an.

Oliv ist immer ein grüner Farbton. Das ist eigentlich ganz einfach. Schwierig wird es beim Farbton in der Mitte, also dem, ohne nähere Angaben vorneweg. Die Farbtöne olivbraun und ockerbraun sind sich sehr ähnlich. Etwas anderes Umgebungslicht oder eine Rot-Grün-Farbschwäche und es kann schon unmöglich sein, die Töne zu unterscheiden.

Der Scan unten ist in den Epson-Einstellungen gemacht. Silverfast sieht aber auch nicht wirklich unterscheidbarer anders aus. Die mittlere Helligkeit minimalst dunkler, die anderen Töne etwas bunter unterscheidbar aber völlig im Rahmen.

Man braucht nur Ausschnitte der gezeigten Marken virtuell auf die Farbplättchen zu legen. Olivtöne sind "b", der Rest ist "a".

In den beiden unteren Reihen ist wohl genau so, wie stampsteddy es beschrieben hat, die erste Reihe löse ich später auf. Ich muss noch etwas fertig machen und auch noch mit dem Spektroskop über die Marken gehen.
Dateianhang (verkleinert):

 DR-323a-b-031-olivbraun-ockerbraun-2500pxb.jpg (332.69 KByte | 7 mal heruntergeladen | 2.27 MByte Traffic)


J. Kraft
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13.12.20, 16:53:55

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 13.12.20, 18:50:30

Hallo Jürgen,

genau so war ich vorgegangen.

Die beiden Reihen aus dem Farbführer in ein Bild gelegt, Deinen Scan um das doppelte vergrößert und in drei Reihen zerschnitten und dann Marke für Marke miteinander abgeglichen.



Beste Grüße
Markus
13.12.20, 18:46:25

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier die Auflösung der bisher nicht genannten ersten Reihe aus dem Bild. Die vierte Marke ist als "b" geprüft, was erst einmal falsch wirkt. Ob es das ist, weiß ich nicht. Das Papier und sogar die Gummierung sehen rötlich aus. Das verdirbt bereits den oliven, also grünen Schimmer. Ich bin noch nicht dazu gekommen, mit dem Spektroskop zu schauen. Das dauert mir einzeln im Moment zu lang.
Dateianhang (verkleinert):

 DR-323-034-85P-2000pxb.jpg (1.09 MByte | 32 mal heruntergeladen | 34.72 MByte Traffic)


J. Kraft
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15.12.20, 17:54:33

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 15.12.20, 22:31:09

Hallo Jürgen,

als erstes wollte ich schreiben, eigentlich sehe ich nur eine b-Farbe und zwar die letzte Marke in zweiter Reihe. Begründung wäre die hohe und einheitliche Farbsättigung über das gesamte Druckbild gewesen.

Ob beide Zenker-Prüfungen für b, aus der ersten Reihe, heute noch Bestand haben, sei dahingestellt. Im Bereich Pfennige bis Krone/Adler haben sie es schon lange nicht mehr.

In jedem Fall gehören die drei Marken (3. Marke 1. Reihe und je zweite Marke aus 2. u. 3. Reihe), die ich in der Bildmitte übereinander geschoben habe, zusammen. Hinzu nehmen könnte man noch die 2. Marke aus 1. Reihe, welche Zenker als b-Farbe signiert hat.

Beste Grüße
Markus
15.12.20, 22:26:20

steuerhansel

(Mitglied)

Zitat von stampsteddy:
Hallo Jürgen,

Ob beide Zenker-Prüfungen für b, aus der ersten Reihe, heute noch Bestand haben, sei dahingestellt. Im Bereich Pfennige bis Krone/Adler haben sie es schon lange nicht mehr.

Beste Grüße
Markus


Und der nächste Prüfer, dem pauschal jegliche Kenntnis abgesprochen wird. Mir fehlt echt der Kotz-Smiley.....
15.12.20, 22:42:18

stampsteddy

(Mitglied)

Zitat von steuerhansel:
Zitat von stampsteddy:
Hallo Jürgen,

Ob beide Zenker-Prüfungen für b, aus der ersten Reihe, heute noch Bestand haben, sei dahingestellt. Im Bereich Pfennige bis Krone/Adler haben sie es schon lange nicht mehr.

Beste Grüße
Markus


Und der nächste Prüfer, dem pauschal jegliche Kenntnis abgesprochen wird. Mir fehlt echt der Kotz-Smiley.....


Das ist doch von mir nicht pauschal ausgedrückt. Durchaus gibt es auch noch Zenker-Prüfungen, die Bestand haben.

Es ist auch schon seit fast 20 Jahren kein Geheimnis mehr.

Vielleicht sollte man wirklich eine jede Marke, die heute nicht mehr als eine bestimmte Variante bestätigt wird, hier im Forum aufzeigen.
15.12.20, 22:54:31
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