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Hallo liebe Teilnehmer,

herzlich willkommen zum neuen Thema Stempelprüfung auf Brustschildmarken, Reichspost-K1 DINGLINGEN

Versucht beim Schreiben immer sachlich zu bleiben. Drückt euch klar aus, damit jeder Leser versteht, ob ihr Fachwissen teilt oder eure Meinung zu einem Thema sagt.

Verzichtet auf Kommentare über andere Teilnehmer. Kommentiert gerne die Aussagen anderer. Wir wollen über Philatelie diskutieren und nicht über Philatelisten freuen

Wir wünschen viel Freude am Hobby Philatelie!
14.05.21, 20:46:54

stampsteddy

(Gast)

Hallo,

eine nachvollziehbare Herausforderung stellen solche Stempel in der Prüfung auf Brustschilden dar, welche als sogen. Ablöserstempel einzugruppieren sind.

Diese Ablöserstempel sind Reichspoststempel, welche weiterverwendete Stempel aus den Altdeutschen Staaten ablösen. Je größer der Postort, sprich je größer das Postaufkommen, umso eher die Wahrscheinlichkeit, datierbare Belege oder wenigstens datierbare Marken als Vergleichsmaterial zu ergattern. Manchmal ist dabei Größe ein sehr relativer Begriff!

Dieses Thema soll nur dem Reichspost-K1 DINGLINGEN gewidmet sein. Weitere Themen, im Beispiel des Themas zum Preussen-R2 Niedersessmar, werden von mir mit Sicherheit nach und nach unter dieser Ruprik "Prüfung von Brustschildmarken" eröffnet werden.

In Dinglingen wurde bis in die Brustschildezeit der badische Einkreisstempel verwendet. Auf Pfennige ist er im Feuser-Handbuch nicht mehr gelistet. Vermutlich wurde der badische K1 erst im Jahre 1874 abgelöst, ggf. der Altstempel noch parallel mit dem neuen Reichspost-K1 bis Ende 1874 weiterverwendet.

Brustschildmarken und Belege, die mit dem badischen K1 entwertet wurden, sind relativ gut auftreibbar - wenn auch oftmals nicht exakt datierbar. Schwieriger ist es, einen Reichspost-K1 DINGLINGEN auf Brustschildmarke zu entdecken.

Meine Recherchen, nach gewissen Stempeln, sind selbstverständlich nie unbegründet und sollen ganz klar der Aufklärung dienen, als auch die Hoffnung zu Grunde liegt, dass sich Sammler, Prüfer und Händler an solchen Themen mit geignetem Bildmaterial beteiligen. Es geht mir nicht darum, wer der bessere Prüfer ist sondern darum, schwierige Fälle zu knacken und dabei möglichst viele Philatelisten zum Mitwirken zu motivieren.

Im Online-Archiv vom Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer habe ich einen Reichspost-K1 DINGLINGEN auf DR MiNr. 19, verwendet im währungsfremden Gebiet, gefunden (Fotobefund Sommer BPP). Die Jahreszahl wirkt auf den ersten Blick wie eine "76", aber soll wohl "75" darstellen. DINGLINGEN 10/2 75

Wer kann weitere Abschläge des Reichspost-K1 DINGLINGEN auf Brustschildmarken zeigen? Gerne auch mit Stempeldaten aus dem Jahre 1874.

Bei dem Namen des Postorts fällt mir natürlich spontan ein Lied ein: Dingelingeling, Dingelingeling hier kommt der Eiermann... lachen

Beste Grüße
Markus
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14.05.21, 20:47:54

MACKAS

(Mitglied)

Zitat von stampsteddy:

Im Online-Archiv vom Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer habe ich einen Reichspost-K1 DINGLINGEN auf DR MiNr. 19, verwendet im währungsfremden Gebiet, gefunden


Schmunzel, oder Du hast eine Groschenmarke in währungsfremden Gebiet gefunden. Der K1 war schon am richtigen Ort. lachen

Gruss Marcus

PS: Ort kommt mir bekannt vor, muss mal bei mir am Wochenende nachsehen.
14.05.21, 21:05:27

Alexander Zill

(BPP-Mitglied)

Moin,

der Stempel datiert aus dem Jahr 1875 und damit ist es allenfalls eine Verwendung einer Groschenmarke im ehemaligen Kreuzergebiet. Währungsfremd ist die Verwendung sicher nicht - die Groschenmarke wurde korrekt im Aufbrauch als 10-Pfennige-Marke verwendet.

Grüße

Alexander
14.05.21, 21:59:00

MACKAS

(Mitglied)

@ Alex

Jooa, aber Du weisst ja, die älteren Prüfer haben gerne von einer Aufbrauchsverwendung im ehemals währungsfremden Gebiet gesprochen freuen .

Gruss Marcus
14.05.21, 22:09:41

stampsteddy

(Gast)

Hallo,

bezogen auf das Verwendungsjahr 1875, mag die Sichtweise, dass es sich hier um keine währungsfremd verwendete Marke mehr handelt, bedingt richtig sein.

Interessant ist natürlich auch, dass im Befund eine MiNr. 4 ausgewiesen wird. Wenn mich nicht alles täuscht, dann handelt es sich um eine MiNr. 19, so wie es auch in der Losbeschreibung verfasst wurde.

Das sind aber Nebensächlichkeiten. Richtig ist, dass es sich um eine echte und zeitgerechte Entwertung handelt.

Neustempel nehmen aufgrund der oftmals noch vorhandenen originalen Legierung des Schriftmetalls Stempelfarbe nicht optimal auf und das zeigt der Stempelabdruck. Ein Aspekt, der bei einer Stempelprüfung zu beachten ist.

Beste Grüße
Markus
14.05.21, 22:24:24

MACKAS

(Mitglied)

Das es keine währungsfremde Verwendung ist , ist nicht nur bedingt richtig, das ist 100% so. (oder erkläre die Einschränkung)
Im gesamten Reichsgebiet gab es Pfennigwährung, grade zB in Frankfurt wurden tonnenweise Groschen/Kreuzermarken 1875 verwendet.

Das mit der 4 und 19 is wohl ein Schreibfehler.
Ein kleiner Schild als Aufbrauch wäre der wesentlich Bestandteil des Befundes gewesen.

Gruss Marcus
14.05.21, 22:32:09

stampsteddy

(Gast)

Zitat von MACKAS:
Im gesamten Reichsgebiet gab es Pfennigwährung, grade zB in Frankfurt wurden tonnenweise Groschen/Kreuzermarken 1875 verwendet.

Jetzt überschlägst Du Dich aber gerade.

In 1875 wurden mit Sicherheit keine Kreuzermarken mehr in Frankfurt verwendet sondern regulär nur noch Groschenmarken als Pfennigemarken.

"bedingt" soll nur die Sichtweise von Herrn Sommer berücksichtigen. zwinkern

MfG
Markus
14.05.21, 22:38:28

MACKAS

(Mitglied)

Ich meinte Groschenmarken im Kreuzergebiet. Doof abgekürzt.

cool
14.05.21, 22:55:19

MACKAS

(Mitglied)

Markus,

warum Hr. Sommer das in diesem Befund betont, ist mir auch schleierhaft.

Gruss Marcus

14.05.21, 22:56:03
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