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Alexander Zill

(BPP-Mitglied)

Hallöle,

ich bin inzwischen wieder zurückgekert zu einem DIN-A4 Einsteckbuch mit Pergaminstreifen. Die teureren Marken kommen hinter schwarze Hawid-Klemmtaschen - ich gehe hier von Katalogwerten über 100.-- Michel aus oder von selteneren Entwertungen sowie Plattenfehlern - die preiswerteren Marken werden einfach eingesteckt. Dies gibt mir die Möglichkeit, immer wieder umzustecken, ohne die teuren Marken dabei zu gefährden und flexibel auf Umgestaltungen zu reagieren. Ich finde es immer schade, so tolle Albumblätter entweder fast leer zu lassen, weil die Sammlung noch lückig ist oder aber zusammenpassende Stücke auf unterschiedlichen Seiten unterbringen zu müssen, weil der Platz fehlt. Dies ist sicherlich eher pragmatisch und mein Album ist sicherlich nicht mit den tollen hier abgebildeten Vorlagen vergleichbar, aber es bietet mehrere Vorteile: Billige Unterbringung und vor allem schnelle Aufarbeitung von neuen Schätzen.

Ich haber früher Bund, Berlin, Österreich, Schweiz, USA, Dänemark gesammelt und noch so einiges an anderen Gebieten und fast nie alle Schätze auf Blätter aufgezogen, weil die Zeit fehlte. Alles ist inzwischen wieder verkauft und weggegeben, dafür wird die Sammlung Deutsches Reich immer umfangreicher. Inzwischen bin ich bei zwei großen Steckbüchern und ständig dabei, umzustecken. Immerhin sammle ich nur gestempelte Marken und kleine Briefstücke.

Ich erspare Euch und Ihnen gerne den frustranen Blick in ein vielleicht etwas einfallslos gestaltetes Steckbuch und bitte dafür um Verständnis. Dennoch: Hut ab vor allen, die Zeit und Mühe investieren und dafür solch tolle Albumseiten präsentieren können - neidlos anderkannt.
19.05.09, 20:44:04

Altsax

(Mitglied)

geändert von: Altsax - 19.05.09, 21:43:26

Zitat von alexx:
Ich erspare Euch und Ihnen gerne den frustranen Blick in ein vielleicht etwas einfallslos gestaltetes Steckbuch ...


Hallo alexx,

nichts spricht gegen eine Aufbewahrung im Steckbuch, solange man sich daruf beschränkt, "Katalognummern abzuhaken". Sobald jedoch der Weg zur Spezialisierung beschritten wird, bedürfen die entsprechenden Stücke der Erläuterung - auch das ist im Steckbuch möglich, wenn man entsprechende Zettel oder Kärtchen mit einsteckt.

Der Weg zum individuell gestalteten Albumblatt war früher mühsam: Die Beschriftung erfolgte entweder von Hand mit Tusche oder in Maschinenschrift auf separat aufgeklebten Papierstreifen.

Heute ist das mit Textprogramm und Drucker kein Problem mehr, zumindest dann nicht, wenn man sich auf DIN A4 beschränkt.

Mach doch einfach den Versuch, Deine Marken einzuscannen und eine Sammlung auf dem Rechner zu gestalten. Ob Du das dann ausdruckst und die Marken auf den Blättern plazierst, kannst Du später jederzeit entscheiden.

Es würde mich sehr überraschen, wenn dieses "später" nicht sehr bald kommt.

Beste Grüße

Altsax

19.05.09, 21:42:19

Peter

(Mitglied)


Zitat:
Der Weg zum individuell gestalteten Albumblatt war früher mühsam: Die Beschriftung erfolgte entweder von Hand mit Tusche oder in Maschinenschrift auf separat aufgeklebten Papierstreifen.


....oder mit Anreibebuchstaben, das ist eine Trägerfolie mit Buchstaben die dann mittels einen spitzen Gegenstand einzeln, Buchstabe für Buchstabe, aufs Papier gerieben werden.
Muss ich früher Zeit gehabt haben!!! Ist ca.25 Jahre her.
Sah und sieht aber immer noch gut aus, bin mit dieser Technik aber nicht weit gekommen.

Liebe Grüße aus dem schönen Emsland wünscht Peter
20.05.09, 10:23:15

Alexander Zill

(BPP-Mitglied)

Was bin ich doch für ein langweiliger Pragmatiker: Ich habe eine Excel-Liste mit den Marken meiner Sammlung, aus denen hervorgeht, warum ich sie aufgehoben habe: Michelnummer, Plattenfehler, Feldmerkmal, Stempel...
Also keine Kärtchen und die Reibebuchstaben von Letraset kenne ich nur zu gut von einer Gemeindezeitung, die mein Vater vor jahrzehnten betreut hat - eine Arbeit für Strafversetzte freuen
Danke für die Tips, der Gedanke an eine eingescannte Sammlung gefällt mir immer besser.
20.05.09, 10:52:09

Peter

(Mitglied)

Da es jetzt auch bei mir mit den Bilder hochladen klappt, zeige ich euch eine Albumseite die ich vor ca. 20 Jahren mit Anreibebuchstaben erstellt habe. Heutzutage mit PC und Drucker 10min. Arbeit, „Damals“ mindestens ne Stunde. Ich denke sowieso drüber nach mir einen A3 Drucker zu kaufen, kann dann auch alle Blancoblätter der Albenverlage drucken.
Dateianhang (verkleinert):

 BY-Porto.jpg (167.77 KByte | 232 mal heruntergeladen | 38.01 MByte Traffic)


Liebe Grüße aus dem schönen Emsland wünscht Peter
21.05.09, 09:22:24

Altsax

(Mitglied)

geändert von: Altsax - 21.05.09, 12:12:39

Zitat von Peter:
Ich denke sowieso drüber nach mir einen A3 Drucker zu kaufen, kann dann auch alle Blancoblätter der Albenverlage drucken.


Hallo Peter,

ehe Du das machst, solltest Du mit den vorgesehenen Blättern Versuche anstellen. Bei manchen Modellen rutschen die Einzugswalzen über das glatte Kartonpapier.

Wenn Du nicht sehr breite Belege montieren willst, solltest Du DIN A4 vorziehen. Das ist erheblich billiger und Du hast eine größere Farb- und Qualitätsauswahl.

Wie schon geschrieben, gibt es (bei Prinz, aber möglicherweise auch anderswo) für die gängigen Alben gelochte Streifen, die sich auf einfache Weise an die Blätter kleben lassen.

Das gezeigte Modell hat die "Universallochung", es gibt diese Streifen aber auch (mit weniger Stanzungen) speziell für einzelne Ringbindertypen.

Beste Grüße

Altsax
Dateianhang (verkleinert):

 Prinz Streifen.jpg (74.54 KByte | 30 mal heruntergeladen | 2.18 MByte Traffic)

21.05.09, 11:40:12

eagle

(Mitglied)

geändert von: eagle - 21.05.09, 12:41:33

Hallo,
dann möchte ich an dieser Stelle zeigen, wie ich meine Seiten gestalte.
Ich verwende DIN A 4 Blanko Blätter von Lindner. Entworfen werden die Seiten mit dem Programm „Micrografx Designer Version 7.1“. Das Programm ist uralt und es läuft ohne Probleme auf Windows XP und allen darunter liegenden Versionen, ob es auf Vista läuft kann ich nicht sagen. Gedruckt werden die Seiten mit einem HP Laserjet. Die Marken und Briefe werden in Hawid Taschen untergebracht.

Grüße von eagle (D.)
Dateianhang (verkleinert):

 Plf 054 kl.jpg (179.02 KByte | 173 mal heruntergeladen | 30.24 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 Plf 077 kl.jpg (193.37 KByte | 121 mal heruntergeladen | 22.85 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 Plf 043 kl.jpg (192.48 KByte | 77 mal heruntergeladen | 14.47 MByte Traffic)

21.05.09, 12:26:59

Altsax

(Mitglied)

geändert von: Altsax - 21.05.09, 13:15:00

Zitat von eagle:
Entworfen werden die Seiten mit dem Programm „Micrografx Designer Version 7.1“.


Hallo eagle,

kannst Du bitte erläutern, was dein Programm für Funktionen hat, die gegenüber "WORD" eine Verbesserung darstellen?

Beste Grüße

Altsax
21.05.09, 13:14:44

Joerg

(Mitglied)

Ich bin zwar nicht @eagle und kenne auch das von ihm genutzte Programm nicht, habe aber mit dem Satz einer Zeitschrift am Computer zu tun, die dann per PDF an eine Druckerei in Auftrag gegeben wird und kann von daher sagen:
ein "DTP-Programm" und ein "Textverarbeitungsprogramm" sind zwei grundsätzlich verschiedene Arten, mit größeren Mengen Text und ggf. Abbildungen umzugehen.
Beim Textverarbeitungsprogramm schreibe ich im Prinzip fortlaufenden Text, den das Programm dann auf die nächste Seite umbricht, wenn die laufende Seite voll ist. Natürlich bietet zB WORD als Textverarbeitungsprogramm seit etlichen Versionen auch vieles an DTP-Funktionen an - es bleibt aber im Grundsatz ein Textverarbeitungsprogramm.

Ganz einfaches Problem als Beispiel: habe ich in einem Textverarbeitungsprogramm mehrere Albenseiten hintereinander in einer Datei stehen und füge dann auf der ersten Seite unter dem ersten Exponat einen zusätzlichen Satz ein (zB Hinweis auf Plattenfehler oder besondere Entwertungsart), dann passt der unterste Satz auf der ersten Seite nicht mehr auf die erste, rutscht damit oben auf die zweite - schiebt dort den untersten Satz auf die dritte usw. Im Extremfall habe ich mir mit einer zusätzlichen Zeile auf der ersten Seite das Layout aller Seiten in der Datei zerstört.
Natürlich kann ich auch mit einem Textverarbeitungsprogramm Vorkehrungen treffen, damit dieser Gau nicht passiert (Textfelder usw.), aber bei einem DTP-Programm sorgt das Programm dafür, dass nicht eine Seite das Layout der nächsten sprengt.
Andererseits: ein Textverarbeitungsprogramm kann heute jeder Computerbenutzer bedienen - in ein DTP-Programm muss man sich erst eindenken und einarbeiten.

Es gibt DTP übrigens auch als FreeWare!
21.05.09, 14:25:38

eagle

(Mitglied)

Hallo Altsax,

dann will ich das Programm mal kurz beschreiben. Die gezeigten Bilder habe ich auch mit Designer erstellt.
Die Bilder sind mit Absicht so groß, damit man alles erkennen kann.

Das Programm hat gegenüber Word den riesigen Vorteil, dass die erstellten Seiten nicht so speicherintensiv sind.
So hat zum Beispiel die Seite in diesem Beitrag eine Speichergröße von 44KB. Werden Scans eingefügt, dann wird die Datei natürlich größer, gegenüber Word aber immer noch sehr klein.

Wie erstelle ich eine Seite:

Schritt 1.
Ich erstelle mir eine Masterseite. Das ist die Grundform meiner Albenblätter.

Erstelle ich die hier gezeigt Masterseite mit Word, dann hat diese schon eine Größe von ca. 800 KB.


Schritt 2:
Ich wechsele auf Seite 1. Das ist meine Arbeitsseite.
Auf dieser Seite kann ich mehrere Schichten einrichten..
Ich habe mir eine Schicht mit Hilfslinien eingerichtet. Diese nutze ich zum einfachen Ausrichten der gezeichneten Umrahmungen und Beschriftungen. Die Schicht habe ich so eingerichtet, dass sie nicht gedruckt wird, sie ist nur auf dem Monitor sichtbar. Auf dieser Darstellung sind die Hilfslinien Magenta.
Eine weitere Schicht ist die „Archivnummer“. Hier trage ich die Archivnummer des zu präsentierenden Stückes aus meiner Datenbank ein. Diese Schicht wird auch nicht gedruckt. Man kann noch jede Menge weitere Schichten einrichten.


Schritt 3:
Aus der Werkzeugleiste hole ich mir ein Rechteck und lege es auf die Arbeitsseite.
Mit Hilfe des Objektformates kann ich das Rechteck mm genau anpassen (ein weiterer Vorteil dieses Programms).
Die Hilfslinien lassen ein anschließendes genaues Ausrichten des Rechteckes zu.
Sollen mehrere Marken auf der Seite präsentiert werden, kann man durch hin und herschieben der Rechtecke eine für sich optimale Darstellung erreichen.



Schritt 4:
Der Text.
Hier bleibt kein Wunsch offen. Die Schrifttypen sind im Windows Verzeichnis unter „Fonts“ abgelegt.
Der Text lässt sich beliebig verschieben.



Jetzt nur noch drucken und abspeichern und fertig ist die Seite.

Grüße von eagle (D.)
21.05.09, 14:51:04
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