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Hallo liebe Teilnehmer,

herzlich willkommen in diesem neuen Thema.

Versucht beim Schreiben immer sachlich zu bleiben. Drückt euch klar aus, damit jeder Leser versteht, ob ihr Fachwissen teilt oder eure Meinung zu einem Thema sagt.

Verzichtet auf Kommentare über andere Teilnehmer. Kommentiert gerne die Aussagen anderer. Wir wollen über Philatelie diskutieren und nicht über Philatelisten freuen

Wir wünschen viel Freude am Hobby Philatelie!
07.01.09, 20:35:32

Roman Scheibert

(BPP-Mitglied)

Hallo, diese Briefmarken kamen mit der kleinen gelben Notitz wieder zurück. Eine kurze Frage, von welcher Literatur spricht der Prüfer Dr. Helbig?
Dateianhang (verkleinert):

 Untitled-1.jpg (92.91 KByte | 52 mal heruntergeladen | 4.72 MByte Traffic)

07.01.09, 20:36:32

Schnulli

(Mitglied)

Von welcher Litertur der Prüfer Helbig mit seiner Notiz spricht, kann ich auch nicht sagen. Ich verstehe den Zettel so, dass die Stempel bekannte Falschstempel oder Nachstempelungen sind. Damit sind dann die Marken alle nicht prüfbar.
07.01.09, 20:56:03

bayern klassisch

(Gast)

Hallo,

es gibt einen Fälschungsführer von Dr. Helbig - leider habe ich meinen vor geraumer Zeit einem Pfennigsammler verkauft.

Ich denke er meint, dass rückdatierte Stempel des echten Stempels vorkommen und von daher die Prüfung abzulehnen ist.

Gruß vom urmel
07.01.09, 20:57:00

Roman Scheibert

(BPP-Mitglied)

Ok, danke für die schnelle Antwort!! Muss irgendwas zwischen Falsch und nicht prüfbar sein (sonst denke ich, würden die "Stempel" direkt als Falsch deklariert).
07.01.09, 21:00:09

Bayernsammler

(Mitglied)

Der Stempel: Ingolstadt 1 f wurde nach 1920, zum Einsatz gebracht, ein Abschlag auf bayerischen Marken ist daher immer falsch.
(Dr. Helbig: "Stempelfälschungen auf Bayerischen Briefmarken
1912 - 1920) z.Z. vergriffen.
08.01.09, 16:52:39

Roman Scheibert

(BPP-Mitglied)

OK, warum wurde die dann nicht als "Stempel Falsch" gekennzeichnet?
08.01.09, 16:55:02

Juergen Kraft

(Mitglied)

Das Problem taucht immer wieder einmal auf. Die Abschläge sind von einem echten Stempel, nur nicht zeitgerecht. Man könnte ja behaupten es wäre ein Stempelirrtum und zusätzlich hätte jemand die ungültigen Marken zum Schaden der Post echt verwendet. Dann wäre der Stempel echt.

Das Problem löst sich für Spezialsammler durch den Kauf von eben dieser Literatur.

Schicke mir doch einen 1200 DPI Scan oder auch mehrere, wo der Stempel gut lesbar ist und dann laden wir die Stempel in die Datenbank und schreiben dort die Daten, die wir hier gesammelt haben. Dann reicht für den Stempel die Datenbank.

Ich lege den Stempel an und lade ein bild hoch. Du kannst ja weitere Bilder aus dem Satz mit 1200 DPI hochladen.

Hier ist der Stempel. Ich habe auch darauf verzichtet den Abschlag als falsch zu bezeichnen.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

08.01.09, 17:24:10

Bayernsammler

(Mitglied)

Damit ist ein Problem angesprochen worden, welches äußerst kontrovers diskutiert wird.
Das Ausgabeprogramm, oder besser Geldbeschaffungsprogramm der bayerischen Post trägt, spätestens ab 1918, über weite Strecken das Stigma der Unseriosität.
Die Dienstmarken der allgemeinen Ausgabe, mit oder ohne Aufdruck, wurden erst ab 1. Jan. 1920 von der im Dez. 1919 geschaffenen zentralen Versandstelle, nebst zahlreichen "Ex-Versandstellen", so auch Ingolstadt 1, in Massen vertrieben.
Es stellte sich alsbald heraus, daß gestempelte Marken, obwohl sie schon vorher von der Post als Kiloware an Händler verkauft wurden, sehr knapp waren.
Also konnten die Marken auch gestempelt erworben werden.
Es wurde munter entwertet,mit allen verfügbaren Stempeln, auch solchen des Innendienstes. Je nach Kundenwunsch auch Vor- oder Rückdatiert.
Besonders bei Großverkäufen ins Ausland stand man solchen Kundenwünschen wohlwollend gegenüber.
Dazu kommen noch die vielen, von Postbeamten mit echten Stempeln privat geschaffenen Machwerke - aus heutiger Sicht alles Gefälligkeitsabstempelungen oder brutal gesagt Fälschungen.
Aufgrund langjähriger sehr aufwändiger Forschungsarbeiten konnten zahlreiche dieser Manipulationen nachgewiesen werden, bei weiten nicht alle, es verbleibt eine grße Grauzone. (Siehe Spezialliteratur)
Wollte man alle nachgewiesen Versandstellenstempel, alle die Marken auf Satzbriefen, alle die sich auf total überfrankierten Sammlerbriefen befinden und alle weiteren zweifelhaften Entwertungen ablehnen, dh. "Niederprüfen", was bliebe dann übrig? Was sollten die verbliebenen Marken, besonders die hohen und Höchstwerte dann kosten?
Ich persönlich schätze den 3-10fachen Preis.
Wenn die Mehrheit der Sammler dies wollten dann würde es auch so gemacht werden.
Natürlich steht es jeden Sammler frei was er in seine Sammlung aufnimmt. Bei den 1 Mark-Werten der Dienstmarken kann man nichteinmal bei Briefen sicher sein, eine "Echtheitsprüfung" ist unerläßlich.

Dr. Helbig ist nun mal die allgemein anerkannte Kapazität auf diesem Gebiet. Es steht mir nicht zu, einen Konsenz bei dem schwierigen Gebiet muß es einfach geben, die gängige Prüfpraxis von Dr. Helbig in Frage zu stellen.
Beobachtet wird aber nachfolgendes.
Dr. Helbig lehnt bei, aus heutiger Sicht nachgewiesenen Gefälligkeitsabstempelung, bei Nach- oder Vordatierungen oder bei offensichtlichen Falschstempeln, eine Prüfung ab.
Das langverwendete Zeichen für Gefälligkeitsstempel, ein mehrfach schräg durchstrichener Kreis, mit Bleistift ausgeführt, wich in letzter Zeit in letzter Zeit häufig einem diagonalen Bleistiftstrich auf der Rückseite.
Bei dem behandelten Stempel handelt es sich übrigens genau
um: Ingolstadt Nr. 49, Type 42 a.
(Dr. J. Helbig: "Handbuch der bayerischen Ortsstempel 1876 - 1920, Band 2, Buchstabe D - Ka) Dort als Falschstempel für bayerische Marken aufgeführt.
Da gestempelte Marken bekanntermaßen ungeprüft nicht Handelsfähig sind, wird also kaum jemand viel Geld für solche Marken ausgeben.


09.01.09, 11:33:52

Roman Scheibert

(BPP-Mitglied)

Gefälligkeitsstempel (wie auch immer die entstanden sind), finde ich persönlich nicht sammelwürdig. Egal auf welcher Briefmarke die sich befinden. Aber wie sagt man so schön, jeder nach seinem Belieben freuen

Die obigen Briefmarken werde ich jetzt bei Ebay verkaufen mit dem Zusatz "Stempel nicht BPP prüfbar (Gefälligkeitsstempel/Falsch- bzw. Rückdatiert)"

09.01.09, 11:47:42
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