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Hallo liebe Teilnehmer,

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Wir wünschen viel Freude am Hobby Philatelie!
22.01.11, 19:23:18

senziger

(Mitglied)

Hallo,

hier ein schöner Paketbegleitbrief mit allem "drum und dran".

Am 17.12.(1862) wurde ein 3 Pfund 20 Loth schweres Paket gedruckter Bücher in Pappe per Nachnahme 3 Thaler nach Sorau gesendet.
3 Thaler = 90 Sgr + Gebühr für das Packet 7 1/2 Sgr = 97 1/2 Sgr.
Hamburg gehörte nicht dem Zollverein an, deshalb das große A in Tinte und der Stempel vom Steueramt in Sorau.

Gruss

senziger
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22.01.11, 19:24:18

Magdeburger

(Mitglied)

geändert von: Magdeburger - 22.01.11, 19:35:00

Hallo senziger

hier noch die Taxierung:
Je Thaler war 1/2 Sgr Versicherungsgebühr fällig - mindestens jedoch 1 Sgr. Für die Nachnahme von 3 Thaler somit 1 1/2 Sgr + Mindestfahrposttarif für das Paket von 6 Sgr ergeben somit die 7 1/2 Sgr.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
22.01.11, 19:34:31

Altsax

(Mitglied)

Zitat von senziger:
Hamburg gehörte nicht dem Zollverein an, deshalb das große A in Tinte und der Stempel vom Steueramt in Sorau.


Hallo senzinger,

könntest Du bitte erläutern, was das "A" genau bedeutet?

Beste Grüße

Altsax
23.01.11, 08:55:00

senziger

(Mitglied)

Hallo Altsax,

ich habe meine "Weisheit" leider nur durch die folgendem Brief noch beiliegende Beschreibung, die ich hier zitiere:
"1.4.1841. Begleitbrief zu einem "Pack in Leinen, enth. Muster ohne Wert", aufgegeben beim Preuß. OPA mit Packk.stempel "P.C." nach Berlin. Gewicht 1 Pfund 10 Loth. Porto hier für die 7. Progr.stufe 12 Sgr. Minimum (Lit.: DASV-Rundbrief Nr. 419/1993, S. 174 ff.). Hamburg gehörte nicht zum Deutschen Zollverein und war somit Zollausland und unterlag der Zollkontrolle, angezeigt durch das "A" in roter Tinte."

In dem Buch "Die Entwicklng der Paketpost-Beförderung in Hamburg 1849 bis 1874" (Harald Hacker, 2005) habe ich leider keine Angaben gefunden, obwohl dort auch Briefe mit dem "A" abgebildet sind.

Gruss

senziger
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23.01.11, 12:08:52

Altsax

(Mitglied)

Hallo senzinger,

meine Erinnerung trog nicht:

Auf einem Paketbegleitbrief aus Braunschweig (ebenfalls kein Zollvereinsmitglied zum Aufgabezeitpunkt) nach Sachsen befindet sich ebenfalls da ominöse "A", auf einem weiteren allerdings nicht.

Beste Grüße

Altsax
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23.01.11, 16:47:50

senziger

(Mitglied)

geändert von: senziger - 23.01.11, 19:17:34

Hallo Altsax,

auch Begleitbriefe aus Hamburg haben nicht immer das "A", selbst dann nicht, wenn sie offensichtlich zollamtlich geprüft wurden.

Hier ein PBB für "Harzproben ohne Werth" am 28.11.1865 von Hamburg nach Leipzig mit einem leider nicht sehr gut lesbarem Stempel eines Steueramtes in Leipzig. Der Brief ist frankiert mit 2 x Nr. 18 = 6 Sgr., der Mindest-Tarif. Ein "A" ist nicht zu entdecken, allerdings ein "Kritzel" in blauer Tinte, den ich nicht deuten kann.

Gruss

senziger
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 Preußen Zoll 2.jpg (248.83 KByte | 7 mal heruntergeladen | 1.7 MByte Traffic)

23.01.11, 19:15:49

Altsax

(Mitglied)

Hallo senzinger,

der Tintenvermerk links oben auf der nachfolgenden Paketbegleitadresse könnte auch "A" bedeuten. Der Steueramtsstempel von Dresden entspricht Deinem Leipziger.

Beste Grüße

Altsax
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23.01.11, 20:03:39

Magdeburger

(Mitglied)

geändert von: Magdeburger - 23.01.11, 20:44:32

Lieber Altsax

ich habe mal schnell den Postvertrag zwischen Preussen und Dänemark gesucht. Leider gibt dieser nicht viel her zu den dänischen Fahrposttarifen.

Sicher ist bei Deinem Brief, dass er über Hamburg lief und von dort nach Dresden, was ca 50 Meilen sind.
Rein rechnerisch ergeben sich nach den DÖPV bei 19 Pfund (18 Pfund 7 Loth sind vermerkt) * 2 Pfennige * 13. Entfernungsstufe 494 Pfennige = 41 Sgr 2 Pfennige, was auf 41 1/4 Sgr aufzurunden war und somit in Sachsen 41 Neugroschen 3 Pfennige entsprechen.
Da dieser Betrag als Porto ausgewiesen wurde, hört leider mein "Latein" auf. Ich kann den Rest der vielen Zahlen nicht zuordnen.

Vielleicht weist Du noch etwas zu diesem Brief?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
23.01.11, 20:43:31

Altsax

(Mitglied)

geändert von: Altsax - 24.01.11, 10:39:19

Lieber Uwe,

dem von Dir errechneten Betrag wurden noch 3/4 Sgr. hinzugefügt, in Sachsen auf 8 Pfg. gerundet. Dabei könnte es sich um eine holsteinische Taxe handeln, obwohl deren Betrag zu niedrig zu sein scheint. Sachsen jedenfalls rechnete nicht in 1/4 - Brüchen, weil dazu die 10er Währungsbasis nicht paßte.

Von Interesse ist noch, daß diese Paketsendungen (meist Winterbekleidung der sächsischen Truppen) zwar mit Porto belastet worden sind, die vollständige Summe aber von der Regierung erstattet worden ist (siegelseitig vermerkt).

Liebe Grüße

Altsax
23.01.11, 23:18:00
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