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Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

der Anbieter hat gefälschte Naziutensilien und Stempel, als Zubehör für Urkundenfälschungen. Fehlt nur noch ein Angebot von falschen Pässen, Sparbüchern und Falschgeld auf Ebay.

Abschläge von dem Gummimüll sind natürlich leicht als Markenschändung zu erkennen, allerdings wohl kaum von der angepeilten Opfergruppe.

Fazit: Ebay, das Fachgeschäft für Betrüger und Urkundenfälscher

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

21.04.14, 15:42:55

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier das Bild aus der Stempeldatenbank.

Das Machwerk zeigt die übliche Leistung der Möchtegernfälscher. Man achte auf die Uhrzeit. Wieder drängt sich die Frage auf, ob man Fälscher nur werden kann, wenn der IQ unter 10 liegt. Die Antwort ist natürlich nein, aber es erleichtert vermutlich das Gewissen.


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

21.04.14, 15:54:33

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

hier noch der STRAUBING 1 c 14.8.44 -18 mit schiefen Achtern und schiefen Vierern. Fälscher besoffen? Wie unbedarft muss man sein, den Mist für echt zu halten?



Hier das Gerät in der Stempeldatenbank. Gut möglich, das Rhodos, Inselpost und Päckchenmarke Tunis mit diesen Stempeln auftauchen. Aufgrund des Datum bestens geeignet zur Herstellung von Nazifoppern. Die Hilfsmittel für die Urkundenfälschung sind offensichtlich in einem Stempelladen hergestellt. Poststempel können für Urkundenfälschungen benutzt werden, die auch noch heute rechtliche Bedeutung haben können. Es ist schon erstaunlich, dass man in einem Stempelladen oder bei einem Stempelhersteller keine Skrupel hat.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

21.04.14, 16:06:57

Rechtsanwalt Dr. Übler

(Mitglied)

hallo Herr Kraft
Können Sie die einzelnen Unterschiede zu richtigen Stempeln ohne sarkastische Bemerkungen, um die Unterschiede den Nutzern deutlich zu machen
Ich danke Ihnen
23.04.14, 01:09:37

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo Jürgen,

nachstehend ein echter "STRAUBING 1 c" auf Paketkarte, Bildchen defunden auf ebay.

Ferner interessant, dass die Hitler-Jugend in Straubing es nicht so ernst nahm, was man da auf einem Orts-Drucksachenbrief als Frankatur verwendete. In diesem Fall eine bereits gebrauchte 12 Pfg Hitler. Korrektes Porto wäre bis 20 g Gewicht 3 Pfg gewesen, aber mit einer noch nicht abgestempelten Briefmarke. Das nenne ich glatten Postbetrug, augenscheinlich haben die sich schon damals gegenseitig gefoppt. Den Beleg bzw. das Bildchen habe ich auf philasearch gefunden. Hier jedoch "STRAUBING 1 h", Stempel und auch die Stempelübergänge erachte ich als authentisch.

MfG
Markus

...Stempelbärchen schlendert nun in die Bärenhöhle...
Dateianhang:

 STRAUBING-1-c-ebay-371007601.JPG (182.5 KByte | 14 mal heruntergeladen | 2.5 MByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 STRAUBING-1-h-Postbetrug-philasearch.jpg (139.96 KByte | 55 mal heruntergeladen | 7.52 MByte Traffic)

23.04.14, 02:18:07

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo Dr. Übler,

der Sarkasmus hat gute Gründe. Ich habe den Beitrag trotzdem geändert. Mir fehlt aber auch weiterhin jedes Verständnis dafür, dass ein professioneller Stempelhersteller, siehe Holzgriff aus Industrieproduktion und saubere Verarbeitung, sich zu so einem Machwerk hinreißen lässt. Das gilt auch für den Anbieter, für den ich an dieser Stelle meine ausdrückliche Verachtung ausdrücken möchte. Ich halte den Stempel weder für gefährlich, noch die Herstellung oder den Besitz für strafbar. Ich halte das Angebot und die Duldung durch Ebay für verwerflich. Angebote dieser Art könnten automatisch erkannt werden. Originalstempel sind ja durchaus sammelwürdig, solche Fälschungen haben aber nur einen einzigen Sinn. Man kann damit Marken verfälschen und das wiederum hat auch nur einen Sinn. Üblicherweise sucht man Opfer.

Zu der Frage, was die Abschläge dieses Gummistempels von denen eines echten Geräts unterscheidet, hat Stampsteddy ja einen Abschlag des echten Geräts gezeigt. Die Unterschiede werden deutlich. Der falsche Abschlag zeigt in allen Details eine zu breite Zeichnung, obwohl der Stempel für den Abschlag nicht fest aufgedrückt wurde. Zusätzlich ist die Vorlage verzogen. Der Kreisabstand ist links kleiner als rechts. Die Sehnen hängen etwas nach unten durch und die Zahlen 4 und 8 stehen leicht schräg. Das "G" hat eine stark abweichende Form. Am Original einer Stempelfälschung auf einer Marke würden weitere Phänomene auffallen.

Für die Stempelhersteller gab es Normvorschriften. In denen ist, unter anderem, die Breite der Kreise und der Sehnen vorgegeben. Diese Maße sind in der Fälschung nicht wiederzufinden.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

23.04.14, 02:49:55

Rechtsanwalt Dr. Übler

(Mitglied)

Hallo Herr Kraft,
ich danke Ihnen für Ihre Ausführungen.
Sarkasmus und Verärgerungsäußerung als Mittel der Meinungsfreiheit sind zwar geschützt und dürfen selbstverständlich verwendet werden, nur nützen sie dem Sammler nichts.
Mit Sarkasmus erreicht man jedoch sein Ziel nicht, welches lautet: Aufklärung der Sammler zum Schutz vor Nachteilen.
Aus einer sarkastischen Bemerkung kann man nicht prüfen, ob und warum etwas falsch ist.
In diesem Forum funktioniert das wunderbar. Bleiben wir doch dabei. Nur so können wir auch die Philatelisten für derartige Feinheiten sensibilisieren und somit den absichtlichen Fälschern das Leben schwer machen.
23.04.14, 06:11:07

tokahai

(Mitglied)

geändert von: tokahai - 23.04.14, 09:52:32

Stempelbelichter sind gebraucht gar nicht so teuer. Ebenso die passenden Rohlinge. Wenn ich pro Stempel 25 € vediene, kann sich das schnell rechnen.
Wäre noch die rechtliche Seite zu beurteilen. Macht man sich strafbar, wenn man diese Produkte anbietet bzw. zum stempeln eigener Marken verwendet.

Herstellerseite

Und hier noch das passende Video dazu.

Stempelherstellung
23.04.14, 09:41:30

drmoeller_neuss

(Mitglied)

Zitat von tokahai:
Stempelbelichter sind gebraucht gar nicht so teuer. Ebenso die passenden Rohlinge. Wenn ich pro Stempel 25 € vediene, kann sich das schnell rechnen.
Wäre noch die rechtliche Seite zu beurteilen. Macht man sich strafbar, wenn man diese Produkte anbietet bzw. zum stempeln eigener Marken verwendet.

Herstellerseite

Und hier noch das passende Video dazu.

Stempelherstellung


Leider kann ich nicht die komplette Artikelbeschreibung finden. An der Überschrift "Handstempel - Lüneburg" kann ich nichts aussetzen. Der Stempel ist für den Gebrauch mit der Hand tauglich. Mit den Fusszehen geht es bei ein bisschen Übung wohl auch. Man könnte auch "Hand- und Fußstempel" schreiben. Lüneburg" steht im Stempeltext.
Das Design ist bei alten Stempeln nicht (mehr) geschützt. Bei modernen Sonderstempeln liegen die Rechte beim Entwerfer bzw. bei der Postverwaltung.

Du kannst mit den Gummistempeln machen, was Du willst, solange Du damit gestempelte Marken nicht als "echt" verkaufst. Ein Vorschlag ist, diesen Stempel nebst Stempelkissen etwa vier- bis fünfjährigen Kindern zum Spielen zu geben, die dann dafür sorgen, dass die langweilige Tapete und andere Einrichtungsgegenstände eine persönliche Note bekommen.

Im übrigen halte ich den Sarkasmus von Jürgen durchaus angebracht. Die Unterschiede zwischen Gummi- und Stahlstempel sind in diesem Forum schon oft genug erklärt worden. Man kann von einem durchschnittlichen stampsx-Benutzer auch einmal erwarten, dass er die Suche bemüht. Man kann auch spasseshalber die Stempeldaten in die google-Suche eingeben. Für Stempelfälschungen verwendete Stempel haben meistens ein feststehendes Datum. Damit lassen sich dann Hinweise auf Webseiten der Prüfer oder Forenbeiträge finden. Mir hat diese Suche über google einmal den Fehlkauf eines nachgestempelten DDR-Blocks erspart.

Im übrigen lassen auch Postverwaltungen inzwischen ihre Stempel bei Stempelbelichtern herstellen. Ein bekannter Hersteller ist "Trodat", der selbstfärbende Stempel anbietet. In der Verkaufspackung liegt dann der Gutschein für die Stempelplatte, die nach Kundenvorlage in wenigen Tagen erstellt wird. Stahlstempel können sich nur noch die wenigsten Postverwaltungen leisten (interessanterweise viele afrikanische Staaten, wo es sonst an allem mangelt).
24.04.14, 17:38:48

carolinus

(Mitglied)

Zitat von drmoeller_neuss:
Im übrigen halte ich den Sarkasmus von Jürgen durchaus angebracht. Die Unterschiede zwischen Gummi- und Stahlstempel sind in diesem Forum schon oft genug erklärt worden. Man kann von einem durchschnittlichen stampsx-Benutzer auch einmal erwarten, dass er die Suche bemüht.

Die Aussage kann ich unterstreichen. Es ist doch nicht zu viel verlangt: Wer sich ernsthaft mit Briefmarken und Fälschungsbekämpfung beschäftigt, sollte zumindest grundlegende Kenntnisse erworben haben. Nachzähnungen, Nachgummierungen und Druckverfahren gehören dazu. Bei den Druckverfahren sollte man wenigstens in der Lage sein, Quetschränder als ein Merkmal des Buchdrucks zu erkennen, was umgehend dazu führt, die Unterschiede zwischen Stahlstempel und Gummistempel quasi auf den ersten Blick zu identifizieren.

Warum nehmen primitivste Aufdruckfälschungen in ebay dermaßen zu? Wieso erkennen selbst Sammler, die sich 50 Jahre lang mit Marken beschäftigen, selbst grottigste, falsche Aufdrucke nicht?

Bei diesem verfälschten, auf der Müllkippe verhökerten Mist bleibt mir die Sprache weg.

Was für ein erbärmlicher Müll

Grüße aus Braunschweig, der Stadt Heinrichs des Löwen
24.04.14, 18:52:51
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