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06.03.13, 21:22:52

lehrling

(Mitglied)

geändert von: lehrling - 06.03.13, 21:33:51

Hallo,
ich habe aus einer Correspondenz mit einem Hopfenhändler in Reuth bei Erbendorf vier Briefe aus Remscheid oder Solingen,
die einige Fragen aufwerfen, vlt findet sich die eine oder andere Antwort.
Ich fange mit dem jüngsten Brief an...

1)Portobrief 1862 Remscheid- Reuth DÖPV-Tarif mehr als 20 Meilen, 9Kr + 3Kr= 12Kr vom Empfänger zu bezahlen, vermutlich per Bahn im geschlossenen Säckchen nach Frankfurt gereist, dort in einen Sack nach Nürnberg gelandet, von dort mit der Kutsche nach Erbendorf, dann mit dem Landboten nach Reuth ?
Oder hätte der Bote noch extra bezahlt werden müssen, was vermerkt worden wäre - da kein Vermerk, Abholvereinbarung mit dem nächstgelegenen Postamt in Erbendorf ?

2)Portobrief von 1853 Remscheid - Reuth, ebenfalls 12 Kr vom Empfänger zu bezahlen, ausweislich der vielzahl von Stempeln ebenfalls per Bahn unterwegs, allerdings auf einer Strecke, die man nicht vermuten würde, über Minden/Magdeburg/Leipzig, sollte dieser Umweg schneller gewesen sein als der Weg über Frankfurt ?

3)Portobrief 1852 Solingen - Reuth, ebenfalls 12Kr vom Empfänger zu bezahlen, was bedeutet die Rückseitige Taxierung? Anhand der Stempel lässt sich der Weg nicht bestimmen, welche Strecken sind hier wohl genutzt worden ?
Wieso der Auslagenstempel von Würzburg, der hatte doch seine Funktion mit dem DÖVP verloren ?

4) Portobrief 1849 Solingen - Reuth .....Wieviel hat der Empfänger bezahlt ?
Wer hat wieviel davon bekommen ?
Auf welchem Weg ist der Brief nach Reuth gekommen ?
Kaiserslautern soll auf dem günstigsten Weg liegen ?
Da bin ich mal gespannt auf Antworten...

Gruß lehrling

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06.03.13, 21:23:52

bayern klassisch

(Gast)

Hallo lehrling,

1. Brief:

Deine Beschreibung ist richtig - der Landpostbote von Erbendorf wurde vom Staat bezahlt, da erfolgte keine Taxierung mehr auf den Briefen. Alternativ wäre auch ein Postfach in Erbendorf denkbar, das weiß heute keiner mehr.

2. Brief:

Der Laufweg war Standard in der Zeit, weil es der mit Abstand schnellste war.

3. Brief:

Lief auch über Frankfurt, aber im Beutel für Würzburg. Der Auslagestempel war bis 1852 weiter benutzt worden bei Portobriefen aus dem Ausland - war halt Routine.

Die 4 Sgr. hat Preußen siegelseitig notiert (Aufgabepost), weil man alle Briefe nach Bayern, wenn sie mit Porto belegt waren, aufzuaddieren hatten und in der Briefkarte nach Würzburg vorzutragen waren.

4. Brief:

Fehlgeleitet in die Pfalz - man hätte besser Oberpfalz gelesen. Daher der Laufweg über Bad Kreuznach nach Kaiserslautern. Dann wegen Fehlinstadierung über Frankfurt geschlossen nach Würzburg und weiter nach Erbendorf geleitet. Üblich wäre die Leitung wie Brief Nr. 3 gewesen zu dieser Zeit.

Preußen notierte 3 Sgr., die Bayern intern in 11 Kr. reduzierte. Dazu kamen 12 Kr. bayerisches Porto (bei richtiger Instradierung gerechnet!), so dass der Empfänger 23 Kr. zu zahlen hatte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
06.03.13, 21:57:16

lehrling

(Mitglied)

Das ging schnell und keine Frage bleibt offen, vielen Dank
06.03.13, 22:26:25
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