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Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

die Marken aus Westsachsen zur Musterschau 1945, sind eine interessante Ausgabe. Es gibt Plattenfehler, es gibt das Wasserzeichen in zwei Lagen (X,Y) und es gibt neben gezähnten Marken auch Ungezähnte.. Im folgenden Bild ist eine ungezähnte Marke zu sehen. Bei so einem breitrandigen einem Randstück gibt es natürlich keine Zweifel.



Was ist aber mit den Marken, die ganz normal und perfekt aus dem Bogeninneren stammen? Die Frage könnte sein, welche Mindestmaße erforderlich wären. Die Antwort gibt uns Bogenware.

Die Bogen wurden mittels eines Zähnungskamms gezähnt. Der Kammschlag erfolgte so, das die lange Seite des Kamms, nennen wir sie "Waagrechte" von oben nach unten geführt wird. Jeder Kammschlag sitzt eine Reihe tiefer.

Marken die Kammzähnung aufweisen, bei der die lange Seite des Kamms von der Seite kommt, sind eher selten. Wir sehen an dem Bild des Bogens, dass nicht nur die Kammzähnung von oben nach unten geht, wir sehen auch, dass Ober- und und Unterrand durchgezähnt sind. Einer der Kammschläge wäre entbehrlich. Man machte sich keine überflüssige Arbeit. Die Druckbogen bestanden aus vielen Nutzen = einzelnen Schalterbogen. Dazwischen reichte ein Feld mit den Zählerwerten, welches den Oberrand ergab, wenn man dieses Feld halbierte. Es handelt sich also um optimale Papierausnutzung und Arbeitsersparnis. Konkret war wohl noch ein Leerfeld zwischen den Bogen.

Insgesamt ist die Zähnung sehr präzise. Es gibt keine versetzten Kammschläge und auch keine spitzen oder breiten Zähne infolge wechselnder Abstände. Offensichtlich wurden perfekte Werkzeuge benutzt. Die Positionierung war nicht zufällig per Hand, sondern erfolgte mittels einer Anlage Vorrichtung oder Mechanik.



Download 1200px Breite

Wer nun eine Marke überprüfen will, lädt sich das Bild herunter und scannt das Prüfstück. Dann skaliert man das Prüfstück anhand der Markenzeichnung und legt das Bild über den Bogen. Überragt das ungezähnte Prüfstück die Zähnung in der Breite, ist sie auf jeden Fall echt ungezähnt. Im Fall dieser Ausgabe kann man das sogar für die Höhe sagen. Als Programm dafür (mit Ebenen arbeiten) eignen sich z. B. Photoshop oder Gimp (Freeware)

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

29.12.14, 13:14:07
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