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stampsteddy

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geändert von: stampsteddy - 26.05.20, 06:52:42

Hallo,

nun die nächste Marke.

Es handelt sich um eine Urmarke Michel-Nr. 20 a, mit zentrischem, aber total verzogenem K1 LUXEMBURG, mit nicht wirklich lesbarem Abdruck für den Monat und einer weiteren Aufdruckfälschung (entspr. sign. von der F.S.P.L.)

Im direkten Vergleich, zu einem echten Aufdruck, passt zwar die Aufdrucklänge, aber einmal mehr nicht die Aufdruckfarbe in ihrer Pigmentierung und ist gelöchert wie ein Schweizer Käse. Die Typen, oh welch ein Graus, sie sind geschlumpft. Soll heißen, sie sind in der Höhe zu niedrig.

Man beachte auch hier das abweichende "C", nicht nur in der Höhe sondern auch die Serife am oberen Bogen.

Beste Grüße
Markus

P.S. die Marke zeigt oben zwischen Markenbild und Durchstich einen schönen, dicken Druckspieß (mitdruckendes Trennmaterial)
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25.05.20, 22:23:44

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 25.05.20, 23:40:32

Hallo,

nun wird es schwieriger!

Die mittlere Marke ist als Aufdruckfälschung signiert. Das der Aufdruckwinkel viel zu steil ist, fällt direkt ins Auge.

Was ist aber nun mit den flankierenden Marken?

Die linke Marke trägt eine Signatur "Gebr. Senf Leipzig" und der Aufdruck schlägt ein wenig auf der Rückseite durch. Diese habe ich auf Feld 37, der zuletzt gezeigten Einheit gesetzt. Die Zähnung passt dort wie die Faust auf´s Auge. Der Aufdruckwinkel ist aber nicht optimal.

Die Aufdruckfarbe der rechten Marke ist grauer und abermals gelöchert wie ein Schweizer Käse.

Hat eine der beiden flankierenden Marken eine Chance auf Echtheit des Aufdrucks?

Wer mag eine Einschätzung samt Begründung abgeben?

Beste Grüße
Markus

P.S. noch ein weiteres Vergleichsbild hochgeladen
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25.05.20, 23:12:37

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

bei der Dienstmarke MiNr. 12 I ist es so, dass die Urmarke MiNr. 29 in ungebraucht Massenware ist und nur mit Euro 3.- wertet. Somit ist genau diese hochgradig verfälschungsgefährdet.

Den Aufdruck der linken, mit Signatur "Gebr. Senf Leipzig" versehenen Marke habe ich nun einmal über einen aus besagter, als echt geprüfter Einheit gelegt.

Der Aufdruckwinkel entspricht nicht exakt den Marken dieser Einheit und ich muß die Marke nach links kippen, um eine Übereinstimmung zu erzielen. Auch hier ergibt sich wieder der Eindruck, wie bereits in "Vergleich_008" aufgezeigt, dass der Aufdruck auf der Marke etwas kürzer ist, als die Aufdrucke der Einheit.

Das erste "F" in "OFFICIEL" steht nach rechts unten gekippt und das erachte ich im Moment als ungewöhnlich.

Die grundsätzliche Frage, die sich stellt, handelt es sich hier, bei echten Aufdrucken, um Typensatz oder um Galvanos?

Die beiden unsignierten Marken stelle ich in der Beurteilung erst einmal zurück, bis mehr Klarheit darüber besteht, in welcher Art die Druckplatte zusammengesetzt war.

Beste Grüße
Markus
Dateianhang:

 Vergleich_009.jpg (119.15 KByte | 0 mal heruntergeladen | 0 Byte Traffic)

26.05.20, 06:34:28

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

am Markt wird von den Dienstmarken Luxemburgs kaum etwas kompetent geprüftes angeboten. Bei fast allen ungeprüften Angeboten oder solchen mit diversen Altsignaturen oder Phantasie-Prüferzeichen handelt es sich um Aufdruckfälschungen.

Auch in diesem Fall, ein aktuelles Angebot auf ebay.

Der Anbieter schreibt in der Artikelüberschrift: Both Reference copies only

Das bedeutet, dass es sich bei beiden im Angebot befindlichen Marken um Aufdruckfälschungen handelt, welche als Referenzmaterial angeboten werden.

Recht hat der Anbieter, denn beide Marken sind mit Stempeln entwertet, deren Daten aus der Zeit vor Ausgabe der Dienstmarken liegen.

Der Aufdruck auf der linken Marke sieht fast echt aus, das "L" weicht am deutlichsten ab. Rückseitig eine Signatur "Thier" in rot (werde ich später auch noch in einem hochaufgelösten Scan zeigen).

Beste Grüße
Markus
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26.05.20, 10:12:49

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 26.05.20, 12:24:36

Hallo,

zurück zu der von mir hinterfragten Marke Dienst MiNr. 16 I

Wer sich die zwei echten Einheiten zu je 20 Marken von MiNr. 12 I und 14 I genau angesehen hat, dem wird aufgefallen sein, dass sich verschiedene Aufdrucke in beiden Einheiten befinden. Damit meine ich kleine Details, an denen sich die Aufdrucke unterscheiden. Sprich verschiedene Aufdrucktypen.

In der oberen Reihe der Einheit von MiNr. 14 I finden wir nebeneinander fünf Aufdrucke, die einen weiten Abstand zwischen dem "I" und dem "C" von "OFFICIEL" zeigen. Die unteren drei Reihen zeigen dieses Merkmal nicht.

Da sich das Merkmal in der oberen Reihe durchgängig wiederholt, als auch andere Aufdrucktypen in anderen Reihen, die sich innerhalb der jeweiligen Einheiten wiederholen, gehe ich mittlerweilen davon aus, dass über galvanisches Verfahren verschiedene Klischeetypen dupliziert bzw. hergestellt wurden. Derartige verschiedene Klischeetypen, werde ich später noch aufzeigen.

Lange Rede, kurzer Sinn. Kleines stampsteddy hat eine echte Dienst MiNr. 16 I im Katalogwert von Euro 15.-

Freu! freuen

Beste Grüße
Markus
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26.05.20, 12:22:35

stampsteddy

(Mitglied)

Hallo,

nach dem nun klar ist, auf welchem Weg die Druckklischees hergestellt wurden, ist es natürlich noch viel einfacher zwischen echt oder falsch zu unterscheiden.

Das ist natürlich schlecht, für die Anbieter von Marken mit falschen Aufdrucken. zunge raus

Selbst hatte ich mich einige Jahre davor gedrückt, mich mit einem Schwung echter und falscher Dienstmarken von Luxemburg näher zu beschäftigen. Es hat jetzt auch gute zwei Tage gedauert, das Rätsel bzw. die "Prüfergeheimnisse" zu lösen. cool freuen

Beste Grüße
Markus
26.05.20, 14:00:59
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