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Juergen Kraft

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Zitat von stampsteddy:
Hallo Jürgen,

der katalogisierte Aufdruck ist eine und nicht vier Typen. Die Aufdruckplatte hatte vier Felder, die sich nicht in Typen sondern in der Ausrichtung der Zeilen unterscheidet.

MfG
Markus


Hallo,

ich verstehe das Problem nicht. Das Wort "Typen" steht einerseits für Schrifttypen, die hier aber nicht gemeint sind, andererseits für "Typen" wie "Varianten". Obwohl im Michel viel Quatsch steht, wird auch dort von Aufdrucktypen geschrieben. Bereits ein einziger veränderter Abstand charakterisiert eine andere Type.

Es ist alles richtig, was du schreibst und ich schreibe genau das gleiche. Wenn Druckmaterial durch Urstempel und galvanisieren hergestellt wird, sieht jedes Feld gleich aus, wenn nicht noch ein Unglück geschieht. Beim Typensatz (jetzt sind die einzelnen Bleilettern gemeint) von gleichen Schrifttypen, gibt es normalerweise keine Aufdrucktypen (siehe Berlin Schwarzaufdruck, bei dem es aber auch Unterschiede in den Abständen gibt und damit Aufdrucktypen (gemeint sind jetzt Varianten)). Bei den Aufdrucken hier gibt es Unterschiede in den Abständen der Bleilettern, die alle aus dem gleichen Typensatz (heute nennt man das Schriftfont) stammen, aber unterschiedlich gesetzt (was Varianten = Typen ergibt) wurden.

Was doch offensichtlich ist, die von dir und dann auch von mir gezeigten Aufdruckfälschungen, haben nicht nur andere Abstände und Stellungen der Buchstaben zueinander, sondern zeigen auch noch eine andere Schriftart. Heißt es also "Aufdruck Typ I" dann ist die Stellung gemeint, heißt es "Schrifttype", dann ist die Form der Buchstaben gemeint.

Dein oben zitierter Satz würde vollkommen klar stünde dort: "...der katalogisierte Aufdruck ist in einer und nicht in vier Schrifttypen (Schriftarten). Die Aufdruckplatte hatte vier Felder, die sich nicht in der Schriftart sondern in der Ausrichtung der Bleilettern unterscheidet..."

Stimmt genau und das hatte ich auch geschrieben. Fazit: wir schreiben beide das gleiche. In vielen Sprachen haben gleiche Worte unterschiedliche Bedeutungen. Ich werde zukünftig noch mehr Erklärungen in Klammern setzen, um Missverständnisse zu vermeiden.


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

Liste der Sonderzeichen zum Einkopieren

04.04.15, 01:26:39

stampsteddy

(Mitglied)

geändert von: stampsteddy - 04.04.15, 01:40:04

Hallo Jürgen,

mir war klar, dass Du so antworten wirst.

Aber ich erachte es nicht als richtig, hier Typen zu verteilen. Dann kannst Du bei vielen Aufdruckmarken aus anderen Gebieten, gleich soviele Typen katalogisieren wie bestimmte in Frage kommende Marken an Bogenfeldern haben.

Für mich ist es eine Aufdrucktype, die sich in verschiedenen Variationen zeigt.

Ferner sprichst Du schon wieder von Fälschungen.

Belege mir doch, was die Stadtverwaltung für RM 30.000.- veräußert hat. Waren da vielleicht auch Aufdrucke "Fraglich 1" und/oder "Fraglich 2" dabei?

Überleg einmal RM 30.000.- !

Mfg
Markus
04.04.15, 01:39:12

stampsteddy

(Mitglied)

Zitat von Juergen Kraft:
Dein oben zitierter Satz würde vollkommen klar stünde dort: "...der katalogisierte Aufdruck ist in einer und nicht in vier Schrifttypen (Schriftarten). Die Aufdruckplatte hatte vier Felder, die sich nicht in der Schriftart sondern in der Ausrichtung der Bleilettern unterscheidet..."


DANN LIES GEFÄLLIGST MEINE BEITRÄGE

Zitat von stampsteddy:
Der Überdruck erfolgte viererblockweise im Buchdruck. Die Überdruckplatte hatte nur vier Felder und jedes dieser lässt sich durch verschiedene Aufdruckstellungen innerhalb der Zeilen unterscheiden. Die verwendeten Typen (Buchstaben) sind auf jeden der vier Felder gleich.
04.04.15, 01:48:55

stampsteddy

(Mitglied)

Type

Type steht für:

Drucktype, siehe Letter

Mehl-Type, im Lebensmittelrecht die Kennzeichnung des
Mineralstoffgehalts von Mehl

Schreibmaschinentype

Objekteigenschaft in HTML

in Philosophie und Linguistik eine abstrakte Einheit, siehe Token und Type

http://de.wikipedia.org/wiki/Letter



Sorry, wenn ich zu viel Wissen in meinen Beiträgen vorraussetze und das ganze dann fachidiotisch klingt.
04.04.15, 01:59:40

Fehldruck

(Mitglied)

geändert von: Fehldruck - 04.04.15, 09:25:22

Schön, dass die Lokalausgaben hier mal so interessiert angegangen werden.

Unten zeige ich eine Kopie vom Druckklischee zum Neugierigmachen auf den 13 A4 Seiten langen Artikel von Herrn Strobel in der DBZ Heft 4 und 5 1993 sowie im Rundbrief 73/1993 der ARGE LOKNOT.

Herr Strobel behandelt und belegt diese nichtamtliche Lokalausgabe sehr klar. Ganz kurz zusammengefasst, war maßgeblich das KPD Mitglied Buchbinder H. Initiator dieser Ausgabe. Mit allerlei Betrügereien, Bestechungen und mit politischen Druck auf die anderen Beteiligten muss es ihm aus meiner Sicht gelungen sein, sich massiv zu bereichern. Er erfand auch den Text. Wenn ich es richtig verstanden habe, waren die Marken stetig in seinem Besitz und im Postamt wurde nichts verkauft. Wir müssen von einem erzielten Sammlerverkaufswert von bis zu 400.000,00RM ausgehen. davon flossen lediglich 17.000RM an die Stadt und 10.000RM an die KPD.Ein Strafverfahren gegen H. und andere Beteiligte kam nicht zu stande, da offensichtlich hinter den Kulissen massiv politisch gedroht wurde.

Sammler zahlten 1946 trotz massiver Warnmeldungen u.a. von Leipziger Händlern insbesondere Herbert Lange über 6000RM für einen Satz.

Ende!!! 1946 2-3mal gelang es wohl Buchbinder H. ca. 60-70Stück Marken teilweise auf Briefen mit rückdatierten Stempel auf dem Postamt versehen zu lassen. Absender waren meist Hager(erklärt vielleicht die Signatur?), Lindhorst(der Drucker) und Baumann(KPD Parteisekretär). Die Marken gab es erst um den 20.08.45!!!!

Die nichtamtlichen Lokalausgaben werden massiv gesucht und es wird viel Geld für Fälschungen vernichtet. Viele sind prüffähig! Ich fordere seit Jahren, dass Prüfer Organisationen sich auch diesen Dingen annehmen. Bei den Fiskalmarken gibt es wohl auch ähnlich Bestrebungen. Und warum sollten nicht auch Privatpostmarken geprüft werden.

Frohe Ostern!
Fehldruck
Dateianhang:

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04.04.15, 09:23:46

Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von stampsteddy:
Hallo Jürgen,
der katalogisierte Aufdruck ist eine und nicht vier Typen...
MfG Markus


Hallo Markus,

das du die Schrifttype meinst, habe ich auch schon in deinem ersten Beitrag gelesen. Das war und ist 100% richtig. Meine Vertiefung habe ich wegen des Zitats oben geschrieben.

Der Grund ist ganz einfach. Wie auch bei Stempelabschlägen, sehen wir sehr genau auf die Stellung von Buchstaben, nachdem wir erkannt haben, dass die Form (Schriftfont, Schriftart) stimmt. Wäre in Katalogen nur eine Stellung der Buchstaben gezeigt, müsste man die drei anderen Stellungen für Fälschungen halten. Deshalb müssen die vier Möglichkeiten gezeigt und benannt werden. Im Satz hinter dem Zitat hast du das auch gemacht. Also stelle ich einmal mehr fest, das wir das gleiche schreiben. Ich habe dieses Thema hier mit Inhalten gefüllt, um einen möglichst fehlerfreien Ratgeber daraus zu entwickeln und nicht um dich zu korrigieren.

Kommen wir noch zu einem Einwand von dir. Bei Bogenaufdrucken von 50 oder 100 Feldern gleichzeitig, wurde das Druckmaterial von Vorstufen gewonnen oder sorgfältiger gearbeitet (Berlinaufdrucke). Bei den Berlinaufdrucken werde ich noch die unterschiedlichen Stellungen der Lettern beschreiben. Das ist auch dort nicht sinnlos, sondern notwendig, um zum Beispiel Schablonen einsetzen zu können, von denen eben eine nicht reicht, um alle vorkommenden, echten Aufdrucke zu vermessen. Richtig ist, bei manchen Auflagen von Marken, die sich auf jedem Feld unterscheiden und die in Bogen mit 20, 50 oder 100 Marken hergestellt sind, ist eine vollständige Plattierung noch nicht gelungen. Das Streben danach wird dadurch aber nicht weniger wichtig.

Ein kurzer Blick auf das Wort Type. Es wird umgangssprachlich auch so wie "Typ" verwendet. Vergleicht man die Bedeutungen, gibt es im engeren Sinn geringe Unterschiede. Durch die gleiche Verwendung bringt das aber nichts. In einer jeweiligen Fachsprache wird natürlich der korrekte Begriff verwendet. Der Drucker sagt selbstverständlich zu einem gegossenen Buchstaben für den Buchdruck "Type" (oder Letter). Was in welcher Gegend des deutschsprachigen Raums für die Form eines Buchstabens im Offsetdruck gesagt wird, weiß ich nicht. Das könnte dann aber schon "Schriftart" oder "Schriftfont" sein, je nach Gegend auch nur "Schrift" oder "Font".

Ein Blick in den Duden (ich habe sogar mehr davon, als ich Kinder habe) zeigt eine Menge Bedeutungen. Die wichtigsten Bedeutungen, wenn damit keine Menschen gemeint sind: Gattung, Bauart, Muster, Modell. Als Beispiel sind auch "Größen" genannt. Dazu gehören auch unterschiedliche Schriftgrößen. Beispiel: Aufdruck in 10 Punkt Schriftgröße wäre ein Typ, ein Aufdruck in 11 Punkt Schriftgröße wäre ein anderer Typ. Den abweichenden Abstand von Buchstaben bei dem besprochenen Aufdruck, würde ich unter "Bauart" einordnen. Beim Mehl kann anderes Getreide unterschieden werden, das wäre nach Gattung, oder nach der Größe der gemahlenen Teilchen, was dann wieder unter Bauart fallen würde.

Fazit: habe ich vier Aufdrucke, die sich so unterscheiden, dass jede der vier Aufdruckformen so unterschiedlich ist, dass ich keine virtuelle Deckung in einem Bildbearbeitungsprogramm hinbekomme, ein Vergleich also eine Abweichung in vier Möglichkeiten zeigt, muss ich diese erwähnen und benennen, wenn ich zum Ziel habe, Fälschungen zu erkennen.

Schreibe ich für unbedarfte Dritte: "der katalogisierte Aufdruck ist eine und nicht vier Typen", hieße das im engen Wortsinn von "gegossene Letter", der Aufdruck würde nur einen Buchstaben zeigen. Der unbedarfte Dritte assoziiert also sofort "unterschiedliche Bauart", "unterschiedliches Muster". Die Bedeutung des oben zum zweiten Mal zitierten Satzes, wäre für einige unbedarfte Dritte, dass alle echten (eben die katalogisierten) Aufdrucke völlig identisch sind.

Damit keine Missverständnisse entstehen und keine weitere Vorbildung nötig ist, habe ich den Sachverhalt in Text und Bild, hier im Thema zusammengefasst. Damit man Antworten auf die häufig gestellten Fragen besser findet, habe ich die notwendige Einteilung der Lokalausgaben hier im Forum, detaillierter untergliedert.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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04.04.15, 12:30:28

Juergen Kraft

(Mitglied)

Zitat von Fehldruck:
Schön, dass die Lokalausgaben hier mal so interessiert angegangen werden.

Unten zeige ich eine Kopie vom Druckklischee zum Neugierigmachen auf den 13 A4 Seiten langen Artikel von Herrn Strobel in der DBZ Heft 4 und 5 1993 sowie im Rundbrief 73/1993 der ARGE LOKNOT. ...
Fehldruck


Hallo Fehldruck,

herzlichen Dank für deinen Beitrag. Die DBZ müsste ich haben, aber erst lange suchen. Ich werde mir die 13 Seiten noch durchlesen.

Durch das Bild aus der Druckerei kann die Nummerierung in den Katalogen weitgehend nachvollzogen werden. Zumindest auf Feld 3 liegt Type III. Die anderen Typen scheinen auch an der entsprechenden Stelle. Das erleichtert die Prüfung auf "falsche Aufdrucke" an Einheiten sehr.

Ich will nach und nach, alle neu angelegten Themen "Lokalausgaben" mit Inhalt füllen. Hocherfreut wäre ich natürlich, wenn noch mehr Leute dabei mitmachen würden. Dabei soll abgehandelt werden, warum es zu der Ausgabe kam, wie die echten Stücke aussehen, verwendet wurden, welche Entwertungen möglich sind und dann die Fälschungen.

Mein Ziel dabei ist, zu leicht auffindbaren, korrekten Informationen zu kommen. Vielleicht kann ich ja noch bisherige Nurleser motivieren? freuen


J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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04.04.15, 12:52:20

Juergen Kraft

(Mitglied)

Hallo,

ich will schnell noch ein Fazit zu den bisherigen Beiträgen ziehen:

1. Der hohe Verkaufserlös in Reichsmark war wohl den hohen Verkaufspreisen geschuldet und nicht der Menge an Marken.

2. Wie von stampsteddy von Anfang an zu dem Thema geschrieben, sind wohl alle Aufdrucke die nicht der Schriftart der vier katalogisierten Aufdruckvarianten entsprechen, einfach falsch.

3. Signaturen "Richter" kann man nicht vertrauen. Vertrauenswürdige Signaturen sind schon genannt und werde ich noch ergänzen.

4. Angebliche echte, vertrauenswürdige Signaturen auf augenscheinlich falschen Aufdrucken, sind einfach auch nur falsch.

J. Kraft
Mitglied AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

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04.04.15, 12:59:52

Meinhard

(Mitglied)

geändert von: Meinhard - 04.04.15, 13:41:23

Hallo,

ich will den Aufruf von Jürgen zum Einstellen von eigenen Marken folgen und meine zeigen. Teilweise Aufdruck falsch und teilweise richtig. Stelle auch die Gummiseite hier ein, damit man auch die verschiedenen Signierzeichen sehen kann.

Liebe Grüße, Meinhard
NS: Dieser Satz wurde von mir vor einiger Zeit bei einem Briefmarkenhändler erworben, der auch heute noch tätig ist. Nur zur Info - ging damals von echten Aufdrucken aus und habe leider einiges Lehrgeld bezahlt. Wollte meine Lokalausgaben schon bei den immer wieder hier genannten Internet-Verkaufs-Foren verkaufen, und hatte die Absicht "Echtheit nicht bestimmt" zu beschreiben, vermutlich wäre ich dann auch hier "als neuer Stern am Fälscherhimmel" freuen genannt worden. Wurde in der Zwischenzeit verworfen und deshalb habe ich die Lokalausgaben noch.
NSS: @Brummbär (hoffe es herrscht Osterfriede lachen )
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04.04.15, 13:30:41

Meinhard

(Mitglied)

Mi.Nr. 4 bis 6
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04.04.15, 13:32:36
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